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WP- Warschauer Pakt
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sharif
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Post: #21
RE: WP- Warschauer Pakt

Sheep Wrote:
Ich lasse mich auch gern korrigieren... Kopfkratz


Also der Leistungsanreiz bleibt im Sozialismus und Kommunismus erhalten, also brauch ich dich nicht korrigieren.

Fraglich ist nur, wie das Arbeiten zu einem Bedürfnis des Menschen im Kommunismus werden soll.Noplan

Aus diesem Grund verstehe ich nicht, was F.N. Babeuf gegen den Sozialismus hat. Er setzt doch genau das um, was er gerne hätte.Kopfkratz

Chancengleichheit und Vergütung der Leistung.


Dabei war selbst der große Babeuf aus der Zeit der französischen Revolution einer der ersten Sozialisten. Doch der Zusammenhang mit seiner Namensgebung erschließt sich mir nicht, Sozialist und Kapitalist zusammen. Kopfkratz

27.02.2008 11:38
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F.N. Babeuf
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Post: #22
RE: WP- Warschauer Pakt

zum namen: als ich mit ars regendi angefangen habe, wollte ich einen kommunistischen staat aufbauen, um zu sehen, ob das wenigstens in einer simulation realisierbar ist. der name sollte ein zeichen setzten, damit ich im dormosov pact (dem stärksten kommunistischen bündnis in ar) aufgenommen werde. ärgere mich ja selbst, dass ich den namen genommen hab.

wenn der faktor zwischen durchschnittseinkomen und spitzeneinkommen bei 20 liegt, wär das system gut, da geb ich dir recht sharif.
ich dachte nur, dass wir hier über theorien reden, also über anzustrebende idealsituationen, und nicht über gescheiterte versuche das zu erreichen.
und solange es eben nicht möglich ist, durch über die norm hinausgehende leistung seinen lebensstandart zu verbessern, halte ich das für ein ungerechtes system.

27.02.2008 20:45
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stein
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Andorra
Post: #23
RE: WP- Warschauer Pakt

sharif Wrote:
Fraglich ist nur, wie das Arbeiten zu einem Bedürfnis des Menschen im Kommunismus werden soll.Noplan


Eine tolle Frage, es wird davon ausgegangen das die Arbeit einen Menschen erfüllt. Heißt der Mensch geht arbeiten um sich selbst zu erfüllen, seiner Gemeinschaft etwas wieder zu geben von dem was er von ihr bekommen hat. Also reden wir von Selbstverwirklichung des Menschen nur das er dies nicht aus egoistischen Bedürfnissen macht, weil er dafür mehr Geld bekommt, nur ist dies für die meisten Menschen "undenkbar" weil sie von einem kapitalistischen Wertesystem geprägt wurden, daher bedarf es eines Umdenkens in der Gesellschaft damit diese System ohne jede Form von Zwang funktioniert.

16.03.2008 15:35
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gottvater
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Post: #24
RE: WP- Warschauer Pakt

stein Wrote:
...daher bedarf es eines Umdenkens in der Gesellschaft damit diese System ohne jede Form von Zwang funktioniert.

Im 'real existierenden' Sozialismus der DDR gab's einen Wissenschaftler, Historiker und Wirtschaftler (J. Kuzcinski), der mal sinngemäß sagte:
Ein paar Prozent Arbeitslosigkeit würden dem Sozialismus gut tun...

Das betraf den Aspekt, daß der Mensch nicht frei war von materiellen Strebungen. Interessant wäre die Frage, ob die DDR mit einer gewissen Arbeitslosigkeit, also einen geringeren Quantum an sozialer Sicherheit, überlebt hätte.
Ich würde meinen - vielleicht. Zumindest hätte es stärkere Motive für mehr Produktivität gegeben. Dann wäre die ökonomische Situation nicht so desolat geworden, wie sie am Ende war. Unter besseren ök. Verhältnissen hätte es auch ein höheres Maß an pers. Freizügigkeit geben können.
Hätte, wäre, könnte... ist alles geschenkt, aber eine gewisse Wahrscheinlichkeit hat der Gedanke schon.

Vom psychologischen Standpunkt aus erfolgt ein Umdenken eher unter veränderten Bedingungen. D.h. die Bedingungen, der Zwang müßte zunächst die Richtung vorgeben - dann aber sukzessive abgebaut werden. Womit die DDR-Obrigkeit ja auch gewaltige Probleme hatte...
Ebenfalls psychologisch begründbar ist zwar nicht ein "Bedürfnis nach Arbeit", wohl aber eines nach sinnvoller Tätigkeit. Da der menschliche Anteil an produktiver Arbeit mit dem techn. Fortschritt immer geringer wird - werden sicher zwangsläufig andere, sagen wir mal gesellschaftlich nützliche Tätigkeiten an Bedeutung gewinnen. Ob man das dann noch Arbeit nennt oder Hobby oder sonst wie - ist ja relativ egal.
Es ist nur zu hoffen, daß eine solche Entwicklung friedlich abläuft...


Nehmt die Menschen wie sie sind - andere gibt's nicht... /Take people as they are - there are no other... (K. Adenauer)
16.03.2008 16:10
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stein
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Andorra
Post: #25
RE: WP- Warschauer Pakt

Ich bin der Meinung eins der schwerwiegensten Probleme in der DDR der Zwang war - den Menschen wurde kaum Möglichkeit gegeben sich selbst zu entfalten, ihre eigenen Wege zu gehen. Die DDR hatte halt diktatorische Züge was meiner Meinung nach der vollkommen falsche Ansatz ist, nur zur Zeit ihrer Gründung wußte man es nicht besser.

Das kapitalistische System macht es durchaus intelligenter sie sagen jedem das er die Freiheit hat alles zu machen was er will solange es nicht gegen das herrschende System ist. Nur ist diese Freiheit die Freiheit des Kapitals, wenn du das Kapital hast kannst du alles machen und dem Armen wird immer wieder suggeriert das er alles erreichen kann was er will. Ob dies wirklich so ist liegt im Auge des Betrachters. Ich halte es für eine Illusion die aufrecht gehalten wird damit die Bevölkerung denkt das sie etwas besseres werden kann nur wird sie es nie werden.

Wo Sicherheit aufhört, fängt Freiheit an, nur wer kann sich Freiheit leisten ohne die nötige finazielle Sicherheit.

16.03.2008 16:34
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fleischidambach
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Post: #26
RE: WP- Warschauer Pakt

stein Wrote:
(...)

Das kapitalistische System macht es durchaus intelligenter sie sagen jedem das er die Freiheit hat alles zu machen was er will solange es nicht gegen das herrschende System ist. Nur ist diese Freiheit die Freiheit des Kapitals, wenn du das Kapital hast kannst du alles machen und dem Armen wird immer wieder suggeriert das er alles erreichen kann was er will. Ob dies wirklich so ist liegt im Auge des Betrachters. Ich halte es für eine Illusion die aufrecht gehalten wird damit die Bevölkerung denkt das sie etwas besseres werden kann nur wird sie es nie werden.


Naja, der Hauptunterschied zu der "typischen" Ostblockdiktatur scheint ja nur im Mangel an Möglickeiten, alls zu erreichen, zu liegen. Weil egal ob Demokratie oder Diktatur: Du hast jede Freiheit, solange sie nicht gegen das herrschende System ist. Nur ne Diktatur erlaubt einfach weniger Hehe.

In "Standardideologien" klingt alle wie "die beste aller Welten". Sowas würde ich als Werbearbeit bezeichnen. Wie mir mal einer von Rechtsaussen erklärte, ginge es beim "rechten Denken" ja auch nur um die Verwirklichung der Freiheit, usw. Friede, Freude, Eierkuchen. Trennen wir die Rassen voneinander, macht ja nur Ärger, wenn man da was mischt. Ist ja alles nur für die Harmonie. Nur in der Praxis schauen diese Sachen dann auch anders aus, weil dann die Leute das Ruder in der Hand haben, die sich "gezwungen" oder berufen sehen, es etwas anders zu machen.

Ebenso kann man auch den Kapitalismus, Sozialismus, usw. bewerben - in der Theorie sind die Vorzüge groß und je nach Weltbild klingt das Eine oder das Andere realistischer. Aber die Praxis zeigte immer, meiner Meinung nach, dass eine rein ideologisch geführte Politik ohne regulierenden Gegenpol eine gefährliche Einbahnstraße war bzw. ist. Bin deswegen gegen Extremismus jeder Art geworden (war zugegebenermaßen als Teenager mit rund 16/17 bekennender Maoist - klingt dumm, aber ich sah damals auch nur die Boni und nicht die Mali und die resultierenden Probleme einer solchen Politik).

16.03.2008 18:15
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stein
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Andorra
Post: #27
RE: WP- Warschauer Pakt

fleischidambach Wrote:
Weil egal ob Demokratie oder Diktatur: Du hast jede Freiheit, solange sie nicht gegen das herrschende System ist. Nur ne Diktatur erlaubt einfach weniger Hehe.


Da ist immer nur die Frage wie mit dem "politischem Feind" umgegangen wird. Da war meiner Meinung die Wahl der DDR das die Opposition aktiv bekämpft wurde eindeutig der falsche Weg. Man schaue sich an wie es in der BRD gehandhabt wird da lässt man sie einfach ins Leere laufen solange sie keine Masse annehmen. Durch die aktive Bekämpfung erreiche ich aber das komplette Gegenteil von dem was ich eigentlich erreichen wollte da dadurch die Ideen der Opposition nur mehr gehör finden. Somit ist hat ein liberaler Umgang mit der Opposition zu Folge das sie normaler Weise keine Masse gewinnt. Man schaue sich alleine nur die Montagsdemonstrationen an in Folge auf Hartz 4 welche im Endeffekt nix nenneswertes vollbracht haben.

17.03.2008 02:44
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fleischidambach
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Post: #28
RE: WP- Warschauer Pakt

Will ich dir nicht widersprechen. Nur ergänzen: Dadurch, dass es den Leuten in Deutschland zu einem großen Teil heute an sagen wir mal noch nicht genug mangelt (niemand muss verhungern, die Masse hat Unterhaltung und Wohnplatz, usw.), kommt es auch nicht zu einem Aufstand. Freiheit alleine verhindert nicht die Aufstände - es bedarf eines Minimus an Lebensstandard auch.

17.03.2008 15:21
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Sheep
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Post: #29
RE: WP- Warschauer Pakt

fleischidambach Wrote:
Dadurch, dass es den Leuten in Deutschland zu einem großen Teil heute an sagen wir mal noch nicht genug mangelt (niemand muss verhungern, die Masse hat Unterhaltung und Wohnplatz, usw.), kommt es auch nicht zu einem Aufstand.


Wie aktiv die Bürger werden, die sich schlecht behandelt fühlen, hängt nicht nur von ihrer Situation ab. Es kommt auch auf die Einstellung an, und die scheint bei den sozial schwachen Schichten hier im Moment ziemlich apathisch zu sein. Dazu gibt es die interessante These, dass die Benachteiligten (ironischerweise) in Zeiten des wirtschaftlichen Aufschwungs aktiv werden (siehe z.B. http://www.spiegel.de/politik/deutschlan...20,00.html ).

17.03.2008 19:56
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fleischidambach
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Post: #30
RE: WP- Warschauer Pakt

Ich meinte nicht einfach schlecht behandelt, sondern schlecht versorgt. Wenn Leute etwas zu verlieren haben, dann versuchen sie das bisschen, was sie haben, zu schützen. Wenn es (fast) nichts mehr gibt, dass ihnen weggenommen werden könnte, was sollten sie noch fürchten? Meine ja mit Aufständen nicht kleine Demos, sondern eher Ansätze in die Richtung bzw. richtige politische Umstürze bzw. die Versuche dazu.

17.03.2008 23:14
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