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Wirtschaftswachstum und die Folgen! Beispiel China (Bitte nicht nachahmen!;)
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Malone
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Joyland
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Post: #11
RE: Wirtschaftswachstum und die Folgen! Beispiel China (Bitte nicht nachahmen!;)

HBrysch Wrote:
Also diese Sichtweise finde ich schon sehr übertrieben. Dabei wird vollkommen außer acht gelassen dass es der deutschen Bevölkerung so verdammt gut geht, dass es stinkt (im Vergleich zu anderen Ländern/Menschen). Selbst der ärmste Hartz IV Empfänger (leider muss immer diese Bevölkerungsgruppe für Vergleiche herhalten^^) kann sich sein "Feierabendbier" und seine Kippen locker leisten. Die Ausgaben für Zigarretten und Kaffee sind sogar beim Regelsatz für Kinder mit einberechnet. Es gibt so unglaublich viel Armut in der Welt und in Deutschland beschweren sich die Menschen über Bürokratie und Ökosteuer.


Naja, bei einigen wird auch der Strom abgestellt. Und dass es anderswo schlechter läuft, kann nie ein Argument dafür sein, dass man keine Missstände beklagen dürfe, insbesondere nicht, wenn diese im selben Mechanismus begründet sind. Dann dürfte man sich so lange nicht beschweren, wie es auch nur einen Staat gibt, in dem es schlechter läuft.

"Was, Du beschwerst Dich, dass ich Dir einfach so die Nase gebrochen habe? Guck mal den da drüben, dem habe ich zusätzlich noch die Zähne ausgeschlagen, der hätte wirklich Grund sich zu beschweren, Du Jammerlappen!"

Quote:
Wenn Akademiker hier ihre Ausbildung machen und dann auf nimmerwiedersehen auswandern ist das einerseits ihr Recht. Freizügigkeit innerhalb der EU ist eine große Errungenschaft. Allerdings ist es eben auch ein Riesenverlust für die Volkswirtschaft. Die Frage ist aber nicht welche Anreize man noch schaffen muss damit sie hier bleiben, sondern ob es legitim ist vom Staat eine extrem teure Ausbildung zu bekommen und diese Leistung nicht zu vergelten (durch Arbeit im eigenen Land). Ich bin mir auch nicht sicher wie das geregelt werden sollte und ob es überhaupt einer Regelung bedarf. Aber irgendwie hab ich schon Bauchschmerzen dabei.


Siehe oben, man könnte ihnen das Studium einfach in Rechnung stellen.


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28.02.2008 09:54
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HBrysch
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Post: #12
RE: Wirtschaftswachstum und die Folgen! Beispiel China (Bitte nicht nachahmen!;)

Malone Wrote:
...dass es anderswo schlechter läuft, kann nie ein Argument dafür sein, dass man keine Missstände beklagen dürfe, insbesondere nicht, wenn diese im selben Mechanismus begründet sind. Dann dürfte man sich so lange nicht beschweren, wie es auch nur einen Staat gibt, in dem es schlechter läuft.


Da gebe ich dir Recht. Allerdings musst du doch zugeben dass es Jammern auf hohem Niveau ist.
Selbstverständlich ist konstrukutive Kritik immer erwünscht und notwendig, aber Geschimpfe auf die böse deutsche Verwaltung und die Politiker, was schon seit langem Volkssport zu sein scheint ist alles andere als konstruktiv.

Damit meine ich auch nicht unbedingt Sheep, bei dir hält es sich ja im Rahmen Wink. Eher meine ich damit mein allgemeines Empfinden über die Einstellung einiger Mitmenschen.

Malone Wrote:
Siehe oben, man könnte ihnen das Studium einfach in Rechnung stellen.


Das wäre ein Lösung, aber auch da würden wieder alle auf die Barrikaden gehen. Nicht zuletzt die EU da es gegen den Grundsatz der Freizügigkeit verstoßen würde.


"And I will strike down upon thee with great vengeance and furious anger those who attempt to poison and destroy my brothers. And you will know my name is the Lord, when I lay my vengeance upon you."
28.02.2008 12:20
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Malone
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Joyland
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Post: #13
RE: Wirtschaftswachstum und die Folgen! Beispiel China (Bitte nicht nachahmen!;)

HBrysch Wrote:

Malone Wrote:
...dass es anderswo schlechter läuft, kann nie ein Argument dafür sein, dass man keine Missstände beklagen dürfe, insbesondere nicht, wenn diese im selben Mechanismus begründet sind. Dann dürfte man sich so lange nicht beschweren, wie es auch nur einen Staat gibt, in dem es schlechter läuft.


Da gebe ich dir Recht. Allerdings musst du doch zugeben dass es Jammern auf hohem Niveau ist.
Selbstverständlich ist konstrukutive Kritik immer erwünscht und notwendig, aber Geschimpfe auf die böse deutsche Verwaltung und die Politiker, was schon seit langem Volkssport zu sein scheint ist alles andere als konstruktiv.


Also ich finde die Kritik an der Politik schon durchaus sehr berechtigt. Was soll man denn tun? Alles hinnehmen und so tun als wäre eitel Sonnenschein, wenn stets nur zugunsten der Wirtschaft entschieden wird?

Das hohe Niveau ist relativ zu sehen. Menschen vergleichen sich immer mit ihrer unmittelbaren Umgebung. Wenn um einen herum Wohlstand und Luxus herrscht, und man selbst weiß, dass man nie mehr daran teilhaben wird, eher im Gegenteil, dann ist das ein enormer Frustfaktor. Wenn Du irgendwo lebst, wo niemand einen Fernseher hat, wirst Du selbst kaum einen vermissen, aber wenn die meisten einen haben und Du ihn Dir nicht leisten kannst, fühlst Du Dich benachteiligt. Sowieso hat Armut lange nicht nur materielle Aspekte. Es ist das ausgegrenzt und abhängig sein, das Stigma des Versagens, was drückt und belastet. Und diese Art von Armut, auch wenn noch eine gewisse materielle Versorgung garantiert ist, ist dem Kapitalismus implizit.

Was machst Du, wenn Du 45 bist und 20 Jahre lang für wenig Geld gearbeitet hast, und dann in Hartz IV fällst? Je nach Qualifikation bist Du komplett aus der Gesellschaft abgemeldet. Klar kann man noch einen Job finden, die meisten von denen werden aber nur knapp über der Wohlfahrt vergütet, und dafür muss man Hetze und Unterdrückung über sich ergehen lassen. Ständig Angst, dass einem die Waschmaschine oder der Kühlschrank kaputt geht, und hilflos hinnehmen müssen, dass einen die Stromkonzerne anscheinend nach Belieben ausplündern. Wenn man Kinder hat und denen nichts mehr bieten kann? Oder alleinstehend ist und nicht mehr ausgehen kann? In so einer perspektivlosen Situation würde ich kaum den Vergleich zu angolanischen Hungernden ziehen, sondern mich erschießen. Ich bin aber sowieso keine Frohnatur.

Quote:

Malone Wrote:
Siehe oben, man könnte ihnen das Studium einfach in Rechnung stellen.


Das wäre ein Lösung, aber auch da würden wieder alle auf die Barrikaden gehen. Nicht zuletzt die EU da es gegen den Grundsatz der Freizügigkeit verstoßen würde.


Achja, meine besondere Freundin, die EU Rolleyes


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28.02.2008 12:42
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HBrysch
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Post: #14
RE: Wirtschaftswachstum und die Folgen! Beispiel China (Bitte nicht nachahmen!;)

Dass Arbeitslosigkeit arm und unglücklich macht ist allerdings kein Phänomen der deutschen Politik. Im Gegenteil bin ich der Meinung dass die sozialen Absicherungen in Deutschland _vergleichsweise_ gut sind.

Da haben wir also wieder die Sache mit dem Vergleichen. Es liegt doch in der Natur der Sache dass derjenige der arbeitet mehr Mittel zur Verfügung hat als jemand der das nicht tut (so sollte es sein, und der immer wieder aufflammenden Diskussion zum Trotz ist es auch meist so). Und ich schrieb es auch vorher schon: Solange Genussmittel wie Kaffee, Zigaretten und co. im Einkaufswagen zur Errechnung des Regelsatzes für ALG II Empfänger stehen, tue ich mich schwer da eine Unterversorgung festzustellen.

Um das aber nochmal klar zu stellen: Wer arbeitslos ist, hat wenig Geld und wird auch mit der Situation nicht glücklich sein können. Allerdings ist in vielen anderen Staaten die Versorgung im Bedarfsfall erschreckend niedriger. Tatsächlich ist die soziale Unterstützung in Deutschland mit die beste die es gibt.
Irgendwann stellt sich doch einfach auch die Frage: Wieviel kann ich der arbeitenden Bevölkerung an Belastung zumuten um soziale Dienste zu leisten? Da kann man nicht immer nur schauen ob die Situation von Erwerbslose irgendwo verbessert werden kann.

Zudem muss man nicht immer gleich nach Angola gehen, Großbritannien reicht schon. Oder man macht einen Ausflug nach Osten, wo man alle Staaten auf der Reise als negatives Beispiel betrachten kann. Und dass es nicht an der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung des Landes liegt sieht man an den USA (nicht das allerbeste Beispiel, ich weiss, drängt sich trotzdem auf^^).


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This post was last modified: 28.02.2008 18:08 by HBrysch.

28.02.2008 18:07
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Post: #15
RE: Wirtschaftswachstum und die Folgen! Beispiel China (Bitte nicht nachahmen!;)

HBrysch Wrote:
Wer arbeitslos ist, hat wenig Geld und wird auch mit der Situation nicht glücklich sein können.


Nicht glücklich sein wird er unter anderem auch deswegen, weil er von der arbeitenden Bevölkerung gern als Schmarotzer angesehen wird. Ich denke da an einen ehemaligen Mitschüler der beim Klassentreffen auf das übliche "Und was machst du zur Zeit so?" nur verschämt "Naja, asoziales Jahr." (1 Jahr arbeitslos nach dem Bund) antworten konnte. Die Blicke der Mädels waren dann auch entsprechend... Rolleyes

Wer arbeitet und sich dann mit einem Arbeitslosen vergleicht, sieht meistens nur die verlorene Zeit und Energie durch die Arbeit - nicht aber dass diese seinem Leben Sinn gibt, ihm soziale Kontakte (nahezu) garantiert und der Grundpfeiler des sozialen Ansehens ist. All das fällt beim Arbeitslosen weg.

28.02.2008 18:50
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HBrysch
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Post: #16
RE: Wirtschaftswachstum und die Folgen! Beispiel China (Bitte nicht nachahmen!;)

Ja das ist leider oft so, allerdings sicher auch nicht die Regel. Diese Bewertung von unschuldig in die Arbeitslosigkeit geratenen wird eben durch wenige schlechte Beispiele gefördert. Umsomehr muss man gegen diese tatsächlichen Schmarotzer, die es ohne Zweifel gibt, hart vorgehen.


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28.02.2008 19:06
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Post: #17
RE: Wirtschaftswachstum und die Folgen! Beispiel China (Bitte nicht nachahmen!;)

HBrysch Wrote:
Umsomehr muss man gegen diese tatsächlichen Schmarotzer, die es ohne Zweifel gibt, hart vorgehen.


Aber was willst du mit diesen Leuten machen? Du kannst nicht jeden zu einer produktiven Arbeitskraft formen - was soll ein Unternehmen mit einem Mitarbeiter, der überhaupt keine Lust aufs Arbeiten hat und lieber schmarotzen will? Der richtet dann noch Schaden an und zieht das Arbeitsklima runter...

28.02.2008 19:15
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Post: #18
RE: Wirtschaftswachstum und die Folgen! Beispiel China (Bitte nicht nachahmen!;)

Quote:
Umsomehr muss man gegen diese tatsächlichen Schmarotzer, die es ohne Zweifel gibt, hart vorgehen.


Ja, ich hoffe auch, dass die EU sich mal nützlich macht, und knallhart gegen die Stromkonzerne vorgeht.

Gegen die Hedgefonds am besten gleich auch. Hehe


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28.02.2008 20:08
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HBrysch
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Post: #19
RE: Wirtschaftswachstum und die Folgen! Beispiel China (Bitte nicht nachahmen!;)

Unterstützung streichen - wer nicht arbeiten will hat keinen Anspruch auf Transferleistungen durch die Allgemeinheit. Das ist nebenbei auch gängige Rechtssprechung, ist jedoch leider nur selten eindeutig nachzuweisen.


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Post: #20
RE: Wirtschaftswachstum und die Folgen! Beispiel China (Bitte nicht nachahmen!;)

HBrysch Wrote:
...Solange Genussmittel wie Kaffee, Zigaretten und co. im Einkaufswagen zur Errechnung des Regelsatzes für ALG II Empfänger stehen, tue ich mich schwer da eine Unterversorgung festzustellen.

Ja - das meinen manche. Hast Du dir wirklich selber schon mal vorgestellt, so zu leben, wie einige (in deinen Aussagen steckt schon viel ungeprüfte Verallgemeinerung) der Hartz-Sklaven...?
Glaub es oder laß es - ich weiß von meiner Arbeit mit diesen Menschen: Einige von denen, die so leben müssen, haben wirklich nicht viel mehr im/vom Leben, als ihre paar Sucht-/Genußmittel und, wenn ihnen nicht der Strom abgestellt wurde - viell. noch die allg. Volksverdummung in den Privatsendern...

HBrysch Wrote:
...Allerdings ist in vielen anderen Staaten die Versorgung im Bedarfsfall erschreckend niedriger...

Das ist sachlich richtig, aber erzähl das mal den Leuten, die für ein warmes Essen zur Suppenküche kommen. Dann schieb vielleicht noch nach, was du gerade meintest "Unterstützung streichen - wer nicht arbeiten will hat keinen Anspruch auf Transferleistungen durch die Allgemeinheit..." Und *Zack* - ist die Lippe dick. Und ich würde verstehen - warum Wink

Nicht weit von meiner Wohnung ist das Projekt Arche, u.a. Gratisessen für Kinder u. Arme... So hoch das Engagement (der Kirche in dem Fall) einerseits einzuschätzen ist, so erbärmlich ist dessen vermeintliche Notwendigkeit für ein Land wie unseres - auf Platz drei der Weltwirtschaft.

Gruß
Holys15x21


Nehmt die Menschen wie sie sind - andere gibt's nicht... /Take people as they are - there are no other... (K. Adenauer)
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