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Transhumanismus
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zec1
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RE: Transhumanismus
krankheiten und verletzungen zu heilen find ich super. nur irgendwo muss dann die grenze sein, wo mann sagt "ok ich hatte ein langes leben, hab eh keine lebensqualität mehr und kinder kann ich auch keine mehr machen - jetzt kann ich in ruhe sterben". die grenze sehe ich leider nicht.
was vergleiche mit nazi-deutschland betrifft, ich finde sie sind durchaus angebracht. damals wie heute wollten manche "die natur bezwingen", das rezept fürs ewige leben kaufen und dafür über die leichen anderer gehen.
menschen werden geboren, durchleben die kindheit, machen keine kinder und sind nicht einmal dann bereit zu sterben, wenn ihr körper völlig kaputt ist und nicht mehr mitmachen will. statt kinder zu machen, wollen sie ewig leben. statt zu arbeiten, wollen sie auf kredit leben. statt sich körperlich zu entwickeln, wollen sie sich was einbauen lassen. statt die schmerzen zu durchstehen, wollen sie sie vermeiden oder überhaupt so viele drogen einnehmen daß sie gar nichts mehr spüren. statt ihr immunsystem zu stärken, wollen sie eine million kleine genocide führen und alles lebende vernichten was sie nicht essen können (die derzeit gültige ärztedoktrin). was soll das denn werden? und wozu soll eine derartige egomanie gut sein? es macht unsere gesellschaft weder überlebensfähiger noch sozial integrierter. mangelnde biodiversität verlangsamt die entwicklung neuer arten die wir essen könnten. aufgrund geschwächter immunsysteme brauchen wir immer mehr medikamente um zu überleben. die medikamente verlieren an wirksamkeit, da sich krankheitserreger den neuen umständen anpassen und noch zähere generationen hervorbringen. jetzt sollen wir noch unsere genstruktur von einem haufen pfuscher umbauen lassen (und dafür irsinnig viele ressourcen durchs fenster schmeißen), um angeblich besser dran zu sein?
wie sollen kinder auf die welt kommen, wenn niemand mehr stirbt? neue generationen passen sich ganz natürlich an viele alte krankheiten an. es wachsen langsam neue glieder an, um neue funktionen durchführen zu können. ungebrauchte fähigkeiten verkümmern. ja es gibt auch die "missgeburten" - die, falls erfolgreich, unseren genpool auch bereichern. die moderne doktrin dazu lautet "entweder umoperieren oder für behindert erklären oder als versuchskaninchen einsperren". durch den ausbleibenden generationenwechsel und die ausbleibende diversität innerhalb der spezies bleiben auch das wachstum und die anpassungsfähigkeit auf der strecke. wir werden abhängig von den maschinen. die sind gegen ausfälle nicht gefeit, sind für menschliche fehler besonders anfällig... und brauchen irsinning viele zusätzliche stoffe die ein normaler menschlicher körper sonst zum überleben gar nicht brauchen würde. statt nur luft, wasser und essen zu brauchen... brauchen wir dann noch jede menge seltene sachen die nur an bestimmten orten oder in begrenzten mengen zu finden sind. ein einfacher zusammenbruch der versorgung würde schon zu einem massensterben und vielleicht zum ende der menschheit führen. knappheit von zu langsam nachwachsenden rohstoffen würde schon zur stagnation der bevölkerung führen. und die erinnerungsfähigkeit des menschen (somit auch seine gesamte psyche) - was wäre dann damit? gehirnimplantate? memory chips? wann bist du dann nimmer ein mensch? inwiefern willst du dem besitzer der Körperumbau G.m.b.H. überhaupt vertrauen? und was wird da noch miteingebaut?
durch die dominanz der asozialen und ihre fortdauernde herrschaft werden auch ihre wünsche auf die gesamtgesellschaft projiziert. aber wenn alle asozial werden und nur mehr wahnvorstellungen von ewigem leben und "perfekten körpern" nachlaufen - dann wird auch die gesamtgesellschaft irgendwann zusammenbrechen.
leiden ist ein teil der menschlichen existenz, genauso wie das geboren werden und das sterben. es abzuschaffen, bedeutet den menschen in seiner derzeitigen form abzuschaffen. was dann entsteht ist unklar. meinen ersten eindrücken zufolge wäre die neue gesellschaft schlimmer, unintegrierter und überlebensunfähiger wie die, die sich auf eine natürliche fortpflanzung und eine zwar ausgeschobene aber dennoch stattfindende sterblichkeit stützte.
natürlich sind wir instinktiv darauf programmiert, nicht leiden zu wollen und uns vor dem tod solange wie möglich zu drücken. natürlich wollen wir uns heilen, wenn wir krank sind. nur langsam sollten wir uns überlegen welche konsequenzen die moderne medizin mit sich bringt. und inwiefern wir unseren körper den wünschen einiger reichen (und der medien die sie kontrollieren, inkl. schulen) unterwerfen und umbauen wollen. eine natürliche fortpflanzung und eine relativ natürliche sterblichkeit haben doch viel mehr vorteile. auch wenn sie schmerzen und todesfälle beinhalten. dieser weg beinhaltet auch geburte, kinder, wachstum und eine zukunft.
verkrüppelte immunsysteme, körper die großteils aus irgendwelchen implantaten bestehen, fallende fortpflanzungfähigkeit... sind bei vielen menschen schon heute die lebensrealität. es haben sich weltweit schon millionen von menschen sterilisieren lassen, um arbeitsplätze zu bekommen oder nicht zu verlieren. natürlich wurde damit auch vielen menschen geholfen - vor allem solchen die an unheilbaren problemen litten, die eine hand verloren hatten, usw.
nur wieviele missgeburten und fortpflanzungsunfähige werden wir als folge in den nächsten generationen haben? wie viele zusätzliche ressourcen müssma dann in die medizin schmeissen? des müssma auch mal miteinrechnen. was natürlich sehr schwierig ist, aufgrund mangelnder erfahrungen.
im unterschied zu nazideutschland werden heute menschen dafür bezahlt, daß sie medizinische tests an sich durchführen lassen. dafür gibts zwei ursachen: armut und unheilbare krankheiten. meistens sind es menschen die ohnehin keine funktionierenden heilmittel finden, die sich als testobjekte freiwillig melden. freiwillige teilnahme finde ich ok - solange die kosten für mögliche folgen von den beteiligten (inkl. der forscher) auch getragen werden. meist müssen die patienten aber unterschreiben, die kosten selber zu tragen. und da sie es meistens nicht leisten können, springen dann die krankenkassen (also die arbeitnehmer) dafür ein. die andere ursache - armut, wurde absichtlich und wissentlich von der herrschenden struktur aufgebaut. daher gleichen solche fälle (im falle "unerwünschter nebenwirkungen") einer zwangsverstümmelung. was ich überhaupt nicht akzeptabel finde. leute die mit ihrer lebensdauer nicht zufrieden sind, sollen doch wenigstens den mut haben, sich selbst als versuchsobjekte zu melden, statt andere dazu zu zwingen. die "versuchsobjekte" zu bezahlen sollte doch als schwerverbrechen geahndet werden.
übrigens halte ich eine gesetzliche obergrenze für die lebensdauer für durchaus möglich. möglicherweise wird sie sogar mal notwendig um eine klongesellschaft zu verhindern.
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| 04.04.2008 12:04 |
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zec1
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RE: Transhumanismus
Jeder kann sich selbst aussuchen in wie weit er seinen Körper "modifizieren" möchte. Sei es durch Uploading oder Maschienen oder eben durch Gen-Veränderung.
Mal abgesehen das das schon im kommen ist (siehe die Experimente von Wissenschaftlern Komplett gelähmte Menschen per Mikrochip an einen Computer anzuschliesen damit diese sprechen können oder die Überbrückung der Nervenbahnen von Querschnittsgelähmten).
Ich kann nur sagen das der Transhumanismus nicht politisch oder wirtschaftlich orientiert oder motiviert ist.
der transhumanismus muss sowohl politische als auch wirtschaftliche konsequenzen mit sich ziehen. das ist unvermeidbar. daher kann es weder unpolitisch noch unwirtschaftlich orientiert sein. eine neutralität ist einfach nicht möglich. es bleiben nur die fragen: inwiefern soll es erlaubt sein? und welche auswirkungen sollen da rauskommen?
die ganzen "schönheitsoperationen" haben den "bio-menschen" schon einige jobs in der werbung, der unterhaltung und in anderen formen der prostitution schon weggenommen. das trotz ihres dilletantismus und der ganzen anfangsschwierigkeiten die mit neuen technologien verbunden sind. wenn jetzt mal arbeitnehmer auftauchen die durch maschinelle implantate oder gentechnische veränderungen ein besseres erinnerungsvermögen und schnellere bewegungen aufweisen können, die seltener in den krankenstand gehen und nie schwanger werden (oder wegen schwangerschaft nicht in karenz gehen)... wie viele jahre dauert es dann bis normale menschen keinen job mehr bekommen? 2? 3? wohl eher einen quartal. oder was auch immer als bemessungsgrundlage für aktienwerte benutzt wird. damit wäre der totalitäre zwang zu implantaten und genetischen veränderungen auch schon da.
dafür ist natürlich die derzeitige gesellschaftsordnung schuld. bei einer anderen gesellschaftsordnung könnten sich die menschen über einen reduzierten arbeitsaufwand und die höhere effizienz freuen.
ohne veränderungen der gesellschaftsstruktur würde dies aber bedeuten dass die 10000 superreichen statt 10 millen arbeiter nur mehr 0,1 millen arbeiter brauchen und die restlichen 9,9 millen dann zunehmend entrechtet und in den miseretod getrieben werden. zuerst würden sie zum plebs (gratisbrot durch wahlrecht - damit sie weiter die richtigen parteien wählen). dann kommt das wahlrecht langsam weg und schon ist die armut da. langsam aber sicher. in die richtung läufts ja schon längst. zuerst das überbesteuern der bauern bis sie das land verlassen und als arbeiter zum aufbau der industrie führen. dann die maschinisierung der arbeit, klassenaufstieg für schlüsselkräfte und gleichzeitige entrechtung und verarmung der meisten arbeiter und ex-arbeiter. dazu der überwachungs- und polizeistaat. phuh... jetzt hab ich die hauptmerkmale des heutigen österreichs aufgezählt. wenn da noch cyborgs und gentech als nächstes kommen, dann ist eine großteils eliminierung des nicht-finanzadels (aus "überbevölkerungsgründen", versteht sich von selbst) eine durchaus mögliche späte folge davon. ein anderer weg wäre der "humanistische" - nämlich arme leute gar nicht sterben zu lassen, sondern sie in einer ewigen misere mit irgendwelchen almosen weiter am leben zu erhalten. dies wäre auch für die übriggebliebenen arbeitnehmer eine gute motivation, ihre jobs auf keinen fall zu verlieren.
darüberhinaus hätten zivilisten nicht mehr die möglichkeit, durch aufstände ihre regierungen zu vernunft oder zum fall zu bringen, da die gentechnisch modifizierten cyborgsoldaten sie an kampffähigkeit zu sehr übertreffen würden. somit wären für allerlei diktaturen tür und tor geöffnet. mal realistisch - die verbesserung der lebensbedingungen der arbeiter kam durch nur ein paar gegebenheiten zustande: das "ihr braucht uns und nicht umgekehrt", die streiks und verkehrsblockaden, die aufstände (kampfüberlegenheit der leichten infanterie im guerillakrieg hauptsächlich durch handgranaten, gewehre und panzerfäuste) und den beispiel der sozialistischen staaten. jetzt verschwindet langsam alles davon. welches druckmittel soll den leuten noch bleiben um sich einer totalitären herrschaft zu widersetzen? das "reh-augen-effekt"? "wir sind so lieb, also bitte verschont uns"? dies funktioniert erfahrungsgemäß nur selten, je nach lust und laune der herrschenden clique.
mögliche erste schritte zu einer nicht-totalitären modifizierung des menschen wären:
- vorerst ein verbot der umsetzung
- totalverbot von copyrights auf diesem gebiet, sowie in sämtlichen verbundenen forschungsgebieten.
- zwangsveröffentlichung sämtlicher forschungsergebnisse.
dadurch würde endlich eine gewisse transparenz entstehen und die informationen wären nicht nur den reichen vorbehalten.
- dann könnten langsam einzelne eingriffe per volksabstimmung erlaubt werden und gleichzeitig die gesellschaftsstruktur umgebaut werden, um sich den neuen bedingungen anzupassen.
schön die nervgelähmten können sprechen. können sie dann auch arbeiten? sich fortpflanzen? mit menschen verkehren die nicht aus mitleid da sind oder dafür bezahlt werden? was für eine existenz haben sie dann überhaupt? ich kenne keine solchen fälle aus erster erfahrung. falls es mir passiert, wäre die sprechmöglichkeit super um ein paar tausend wichtige erfahrungen weiterzugeben. aber danach wünsche ich mir, daß mich die leute sterben lassen. bin mir nicht sicher ob des dann überhaupt möglich wäre. erstens existieren solche eingriffe nur für die, die sichs leisten können. und zweitens lässt mann sie dann nicht immer sterben.
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| 04.04.2008 13:05 |
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Bertrams
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RE: Transhumanismus
Ich kann nur den Kopf schütteln. Einer sagt: "Schau dir die Massen an Behinderten an" und sagt gleich politisch korrekt dazu: "Ich wil niemanden verletzen". Warum hast du es dann gesagt?
Der Andere sagt: "Irgendwann müssen wir eine Lebensaltersbegrenzung einführen."
Wer bitte entscheidet über Lebensqualität?
Diese ganze Diskussion finde ich unglaublich.
Wir leben in einem Land, wo Eltern Schadenersatz bekommen, weil ihr Kind behindert ist.
Nur jeder Einzelne kann entscheiden, wann ihm die Lebensqualität abhanden kommt.
Wir sollten human genug sein, Menschen auch dann am Leben zu lassen, wenn sie keine Kinder in die Welt setzen, aus welchen Gründen auch immer.
In einer hochtechnisierten Zeit heißt sozial sein nicht mehr, dass nur noch die stärksten überleben.
Und die Diskriminierung von Übergewichtigen, die ich hier gehört habe, obwohl ich mich an das Zitat nicht mehr erinnere, wollte ich auch nicht gehört haben.
Ich lehne Transhumanismus aus längst gesagten Gründen ab, es führt zu einer Mehrklassengesellschaft und zur Vernichtung lebenswerten Lebens. Was die unglaubliche Verlängerung der Lebensdauer angeht, so sollte jeder selbst das Recht haben, zu entscheiden, ob er oder sie so sehr leidet, dass es für sie oder ihn selbst nicht mehr zumutbar ist. Es gibt auch Menschen mit Behinderungen, die mit entsprechenden Hilfsmitteln gern weiterleben...
Ich kenne einen Menschen, der ist blind. Sein eigener Bruder, mit dem er sich gut verstand, hat ihm, als er ungefähr 20 war, gesagt: "Wenn ich zu sagen gehabt hätte, wäre dir das Leid des Lebens erspart worden." Dabei sah dieser Man, dass sein Bruder gern und glücklich lebte, studierte, Freunde hatte usw. Ich finde nun einmal, dass wir uns nicht anmaßen dürfen, die "normalen" Menschen, oder welche, die - wie stand es hier - imperfekt sind, zu unterdrücken. Ja, wir sind imperfekt, und das sind alle Lebewesen. Damit müssen wir leben, das ist unsere Herausforderung!
Das Radio, das Brücken baut und an dem ich beteiligt bin - www.ohrfunk.de
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| 05.04.2008 09:43 |
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zec1
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RE: Transhumanismus
betrams natürlich die stimme der vernunft 
bertrams: "In einer hochtechnisierten Zeit heißt sozial sein nicht mehr, dass nur noch die stärksten überleben."
antwort: in einer noch hochtechnisierteren welt soll das überleben nicht auf die rücksichtslosesten und asozialsten (denn so wird mann reich und mächtig) und ihre techniker begrenzt werden.
heilung unheilbarer krankheiten ist super. die heilbaren werden aber auch heute nicht immer und überall geheilt. ich finde jeder mensch soll über die eigene lebensqualität bestimmen. in einer gesellschaft voller zwänge müssma aber auch die auswirkungen auf die anderen (und die realen zwänge des marktes und der politik) berücksichtigen. heute ist es nicht so dass menschen einfach ein paar hilfsmittel nehmen. dies tat meine großmutter, die von heilkräutern gebrauch machte und nur notfalls zum spital ging. obwohl sie chemieprofessorin war.
heute werden enorme ressourcen und auch zwangsarbeit dazu eingebunden, eine gewisse gruppe über alle ihre körperlichen fähigkeiten hinaus möglichst lange am leben zu erhalten. wenn ich von menschen spreche die jenseits aller lebensqualität noch vor dem tod weglaufen und sich panisch davor fürchten, dann rede ich von konkreten menschen die ich persönlich kenne oder kannte - die die ressourcen der gesellschaft monopolisierten und sich ihren persönlichen austricksenspiel mit dem tod über jahrzehnte lieferten. selbstverständlich mit enormem wirtschaftlich erzwungenem aufwand anderer menschen und nicht auf eigene kosten. dazu kommt die aufrechterhaltung eines sozialen lebens durch wirtschaftszwänge und trotz asozialer persönlichkeit, usw.
alles selbstverständlich hocherwünscht, wie uns die politik andauernd sagt. pflege und gesundheit und so.
also ja - menschen sollen selber entscheiden was für sie zumutbar ist. nur die menschen um sie herum müssen auch entscheiden können was für sie zumutbar ist. diese wahl ist den meisten menschen derzeit nicht gestattet.
jetzt einem verwöhnten 80-jährigen kind, welches viel mehr macht als vernunft hat, einfach hochentwickelte, teure und potentiell sehr zerstörerische spielzeuge in die hand zu geben... halte ich für kontraproduktiv.
andererseits: kranke und verletzte zu heilen finde ich super. und da hat die medizin auch viel gutes gebracht. fehlende glieder zu ersetzen, lähmungen zu beheben... alles gute sachen.
aber wie weit soll es gehen und was kommt alles dabei raus? wem sollen die neuen technologie überhaupt zugänglich und leistbar sein? wessen Besitz (großbuchstabiert) soll das wissen sein? alles entscheidende fragen.
was ich vorhin über die gefahren der neuen technologien sagte klingt zwar nostradamesisch, ist aber aufgrund der derzeitigen gesellschaftsform (und meinungsstrukturen unter den menschen) eine ansammlung durchaus realer gefahren. in österreich sprachen sich nicht zufällig über 75% für einen gentechverbot als ich noch in meinungsumfragen gearbeitet habe. wie viele milliarden euro stünden bereit, um eine neue form des arbeiters zu erforschen, wenn es nur möglich wäre? oder des soldaten? bevor wir noch eine atomenergie erforschen, sollten wir aus einsteins fehlern zuerst mal lernen. seit seiner zeit haben sich sowohl die mentalität als auch die menschliche gesellschaft kaum geändert (abgesehen von mehr technischen hilfsmitteln). ist auch der grund warum ich mich während der schulzeit grundsätzlich nicht auf naturwissenschaften konzentrieren wollte.
ich glaube daß es wesentlich schlimmere dinge gibt wie den tod. jetzt das verhindern des sterbens als Den Maßstab für humanität anzuwenden... das kann nur eine gesellschaft die von psychotischen todesängsten und der herrschaft der egomanen geplagt wird. leider ist das heutzutage meistens der fall.
ich sag mal was mir meine mutter mal sagte: "ein mensch wird geboren, er lebt, er stirbt. das ist der weg des lebens"
da sollte mann schon ne kleine denkpause einlegen - uns zwar bevor er von vorn bis hinten reinpfuscht.
allerdings glaub ich daß mann auch hier erst dann überlegungen machen wird, nachdem veränderungen entstanden sind. wie auch bei der atomenergie, der luftqualität, der klimaveränderung und anderen ähnlichen errungenschaften. jetzt regen sich leute zum beispiel darüber auf, daß die plastische hirurgie langsam zur pflicht für manche arbeiter in der unterhaltunsbranche wird. ich kenne so einen der sich über die mangelnde auftragslage beklagt und sich umoperieren lassen will, um im geschäft zu bleiben. ein paar andere bekamen erst die richtigen jobs nach den schönheitsoperationen. andere wiederum bekamen operationen schlechter qualität und sehen damit noch ärger aus wie früher. als diese technologie entstand, hat jeder gesagt "sollen die trotteln sich selbst verstümmeln wie sie wollen. mir machts ja nichts aus."
jetzt kann manns aber auch nicht mehr verbieten. erstens weil manche bereits umoperiert wurden. zweitens weils "der wirtschaft" schaden würde. mein gott die arme wirtschaft. vielleicht soll sie sich auch mal umoperieren lassen, und nicht nur die menschen die in ihr arbeiten. jetzt kann ein "bio-mensch" sich nur noch an die neuen umstände anpassen und versuchen für sich selbst noch ne überlebensnische zu finden.
daher mache ich mir schon allein aus persönlichen überlebensgründen über weitere umpfuschungen am menschlichen körper sorgen.
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| 05.04.2008 11:26 |
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