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Tibet
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Bruder Lazarus
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RE: Tibet
@Bertrams... vermutlich hast Du recht...
Ich denke nicht, dass irgendein chinesischer Landarbeiter kapieren würde, wobon Du redest, wenn Du hingehst und ihm sagst: Mein Freund, Du hast jetzt sämtliche demokratischen Bürgerrechte....
Der würde Dich vermutlich nett anschauen, sich verbeugen und mit dem fortfahren was er grade getan hat.
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| 20.03.2008 08:56 |
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StuntmanusRex
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RE: Tibet
Und was machen dann die armen Waffenproduzenten? 
pflugscharen?
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| 20.03.2008 12:37 |
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Malone
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Joyland Malonatia Prosperia
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RE: Tibet
@Bertrams... vermutlich hast Du recht...
Ich denke nicht, dass irgendein chinesischer Landarbeiter kapieren würde, wobon Du redest, wenn Du hingehst und ihm sagst: Mein Freund, Du hast jetzt sämtliche demokratischen Bürgerrechte....
Der würde Dich vermutlich nett anschauen, sich verbeugen und mit dem fortfahren was er grade getan hat.
Ich glaube, da unterschätzt Ihr die Leute dort. Immerhin ist in China auch der Kommunismus ausgebrochen, was darauf hindeutet, dass sich die Menschen da schon mit solchen Dingen auseinandersetzen.
Per aspera ad astra.
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| 20.03.2008 12:57 |
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Bruder Lazarus
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RE: Tibet
Haben sie das wirklich?
Wie hoch ist dort auf dem Land die Analphabetenquote? Ich schätze mal, dass sich kaum jemand in der Provinz großartig damit befasst hat.
Für die Bauern gabs doch meist nur die Wahl entweder mitzulaufen (wohin es auch immer ging) oder mit ner Kugel im Kopf zu enden, die deine Familie hinterher noch bezahlen darf. Und ich muß kein Genie sein, um mich da für eine Möglichkeit zu entscheiden.
Die einzigen, die sich vermutlich wirklich damit auseinandersetzen, sind die Studenten.... und da brauchts ja nur das Stichwort Tien an men-Platz.
China hat das selbe Problem wie Russland. Die Städte sind sehr aufgeklärt und auch politisch engagiert, aber das Hinterland dümpelt noch irgendwo im 19. Jh. herum
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| 21.03.2008 09:23 |
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Malone
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Joyland Malonatia Prosperia
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RE: Tibet
Dass die Bauern nicht aktiv werden, heißt ja nicht, dass sie kein Gespür für Gerechtigkeit und damit Menschenrechte haben.
Per aspera ad astra.
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| 21.03.2008 11:53 |
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gottvater
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Himmelreich1 Himmelreich2 Himmelreich3
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RE: Tibet
Wie hoch ist dort auf dem Land die Analphabetenquote?...
Vorsicht Bruder L - belegte Daten hierzu sind kaum zu finden, aber das gilt z.B. auch für Deutschland. Hier gibt es erstaunliche Schätzungen bez. 'funktioneller Analphabeten'...
Aber ich beschränke mich mal auf verfügbare Daten und finde für China 2006 eine Analphabetenrate von 5%, Spanien ~3% (m 2%, f 4%), Portugal ~7% (m 5%, f 9%). Für USA finde ich nur Schätzungen, die reichen allerdings bis über 10%.
Ich tendiere auch zu der Annahme, daß China tendentiell in vielerlei Hinsicht gerne unterschätzt wird.
Nehmt die Menschen wie sie sind - andere gibt's nicht... /Take people as they are - there are no other... (K. Adenauer)
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| 21.03.2008 12:40 |
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Arcanus
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RE: Tibet
China's Analphabetenrate ist also nichts Außergewöhnliches.
Die Chinesen, insbesondere die chinesische Regierung möchte das Steuer nicht aus der Hand geben. Sie fürchten sich vor westlicher Propaganda von "Demokratie" und "Freiheit". Da die westlichen Staaten im Laufe der Historie ihre verheerende Manipulation unter Beweis gestellt haben, fürchten die Chinesen ein Eingriff in ihre staatlichen Handlungen. Sie führen das Land mit eiserner Hand um China wirtschaftlich und diplomatisch zu stärken.
China war das Land der Dynastien, d.h. es gab schon immer Kriege und Massaker zwischen den Familien. Das Land war zersplittert. Meiner Meinung muss ein sehr diszipliniertes Regime über Jahre hinweg das Land "drillen" - nur für eine gewisse Zeit - es entsteht ein Gemeinschaftsgefühl, dass die Chinesen festigt.
Übrigens ist ein großer Teil der Chinesen zufrieden mit ihrem Leben, einfach aus dem Grund, weil sie nichts anderes kennen. Früher hatten die meisten ein hartes Leben und jetzt ist es nicht anders. Es interessiert sie nicht weiter, so traurig das auch sein mag.
Ich möchte ausdrücklich daraufhinweisen, dass ich jegliche menschenunwürdigen Handlungen seitens der chinesischen Regierung gegenüber ihrer Bevölkerung nicht gut finde oder gar unterstütze. Jedoch muss man wirklich sehen, dass das Land in einer Entwicklung ist und wie ich hoffe einige demokratische Züge in seiner weiteren Entwicklung nimmt.
Nebenbei angemerkt, denke ich, was die Menschenrechte angeht, liegt Malone sehr richtig. Menschenrechte sind Rechte, die universal für jeden Menschen gültig sind. Sie werden deshalb auch Menschenrechte genannt, weil sich jeder Mensch, wenn er einen Verstand hat sich diesen Rechten bewusst ist.
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| 21.03.2008 13:10 |
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gottvater
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Himmelreich1 Himmelreich2 Himmelreich3
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RE: Tibet
...Sie führen das Land mit eiserner Hand um China wirtschaftlich und diplomatisch zu stärken...
Die Hand wird aber erstaunlich weicher. Aus Fischer Weltalmanach 2008:
"[Plenartagung des Volkskongress 2007]...Mit der rechtlichen Gleichstellung des Eigentums des Staates, des Kollektivs und des Individuums brach der Gesetzgeber mit dem bisher geltenden Grundprinzip der sozialistischen Staatsordnung."
Der Lohn ist Platz 4 der Weltwirtschaftsmächte, GB ist überholt, der Abstand zu D wird kleiner...
Und wie schon gesagt - da viele ausländische Investoren am Boom teilhaben, verhält sich die offizielle Akklamation von Menschenrechten seitens des Auslands umgekehrt proportional zur Gewinnbeteiligung.
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This post was last modified: 21.03.2008 14:18 by gottvater.
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| 21.03.2008 14:17 |
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fleischidambach
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Toxikologia
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RE: Tibet
Es ust schon einge Jahre her, wo ich mich mit der Themaitk beschäfftigt habe, aber China hat ja nicht nur Tibeter als Minderheit. Minderheiten in China besitzen große Teile des Landes, soweit ich mich noch erinnere.
Der Zusammenhang ist weit hergeholt... aber eine zu weiche Haltung - stelle ich mir vor - könnte zu einem Auseinanerbrechen des Staates führen, der wie ein gigantischer Jugoslawienkonflikt dann endet. Nur eben mit viel mehr Menschen, Atomwaffen und dementsprechend viel mehr Leid und wirtschaftliche Folgen für den Rest der Welt. Vl. sehe ich es aber auch komplett falsch...Denke halt - wie Bertrams - an die alte Warlordzeit vor Nationalisten und Kommunisten in China. China ist - finde ich - ein schwiergies Kapitel... ohne leichte Antworten...
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| 21.03.2008 22:03 |
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Bertrams
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Orbitanien Seewald Terrania
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RE: Tibet
Was man an dieser Diskussion klar ersehen kann ist, dass wir relativ wenig über China wissen. @Malone-&-Arcanus: Ich hätte nie gedacht, dass ich das mal sagen würde, aber die Menschenrechte sind sehr unterschiedlich, je nachdem in welcher Kultur man aufgewachsen ist. - Ich bin für die Menschenrechte, ich bin für universelle, gleiche, überall geltende Menschenrechte. Aber wir sollten uns immer bewusst sein, dass das für jede Kultur etwas anderes bedeuten kann. Ein gläubiger Muslim versteht unter Menschenrechten etwas vollkommen anderes als wir, obwohl er auch einen Sinn für Menschenrechte hat. Das gilt vermutlich auch für einen chinesischen Bauern. Ich warne lediglich davor, den Katalog der westlich-aufklärerischen Menschenrechte einfach so zu übernehmen. Man muss also für China und Tibet eine Lösung finden, das wollte ich damit sagen, die dem Land und der Kultur angemessen ist und die Menschenrechte sichert.
Ich schätze, dass China schon einen seit langem im Grunde bestehenden Kulturkreis darstellt, es ist eines der am längsten bestehenden Staatsgebilde der Welt. Aber auch das Staatsverständnis war ganz anders, bis die westlichen Ideen von Verwaltung und Staatswesen dort Einzug hielten. Die kommunistische Führung möchte aus China einen modernen Staat machen. Sie brechen mit einigen Traditionen Gott sei Dank, die in der chinesischen Kultur eine große Rolle spielten, von den Mädchenmorden bis zu den Behindertenmorden usw. Sie versuchen, bevor sie eine Demokratie schaffen, einen Rechtsstaat zu schaffen. Ein Freund von mir, der seit 10 Jahren in China lebt, sagt, dass man sich mittlerweile darauf verlassen kann, dass das Strafrecht und das Strafprozessrecht genau eingehalten wird. Die Sicherheit des staatlichen Handelns wäre es, die Berechenbarkeit meine ich, die ein großes Maß an Sicherheit schaffe. Was nun Tibet angeht, so fürchte ich, dass das chinesische Verhalten tatsächlich politische Gründe hat, kein Ärger mit den Tibetern, die von der ganzen Welt beobachtet werden, vor allem nicht jetzt vor den Spielen. Ein Zeichen setzen, dass es keine Duldung separatistischer Bestrebungen geben wird. Das ist falsch, zumal der Protest friedlich verlief. Aber die Tibeter, die den Protest angefangen haben, hätten sich denken müssen, dass die Chinesen gerade jetzt nichts anbrennen lassen wollen. Leider erreiche ich sie nicht, aber ich kenne Sabriye Tenberken, die Frau, die in Tibet eine Blindenschule eingerichtet hat, noch von der Schule her. Ich würde sie gern, auch für mein Radio, nach ihrer Meinung zu dem ganzen befragen. Aber vielleicht klappt das ja noch.
Das Radio, das Brücken baut und an dem ich beteiligt bin - www.ohrfunk.de
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| 22.03.2008 10:47 |
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