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Monarchy
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fleischidambach
Kleiner Diktator

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Toxikologia
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RE: Monarchy
Aber bei der Monarchy-Reform geht's ja doch um ein diktatorisches Regime, weniger um Demokratie+Monarchie, soweit ich es verstanden habe... oder? Und die Diskussion ebenso... denke ich...
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| 18.03.2008 13:33 |
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Don Quixote
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RE: Monarchy
also welche Auswirkung die Staatsform "Monarchie" hier im Spiel hat weiss ich nicht.
Aber allgemein gesehen gibt es meiner Meinung nach (noch) keine ideale Regierungsform. Es kommt immer auf die Personen an, die die Macht inne haben. Eine Demokratie, die von selbstsüchtigen, nur auf ihre Wiederwahl und das Füllen ihres persönlichen Geldsackes erpichten, Politikern geführt wird, eventuell unter eigentlicher Federführung der Wirtschaft (Zitat eines Daimler-Chrysler-Managers: "Die Politiker bestimmen die Rhetorik, wir die Realität"), ist möglicherweise schlechter als eine Monarchie unter einem entsprechend "guten" (ich weiss, sehr allgemein ausgedrückt) Monarchen. Selbst eine Diktatur kann besser sein als eine Demokratie (siehe die griechischen Diktaturen im Altertum), wenn wir normalerweise auch diese Regierungsform als negativ ansehen, was nicht unbedingt sein muss.
Ich persönlich würde es bevorzugen unter einem König wie Friedrich dem Großen in Preussen oder einem Fürsten Albert in Monaco zu leben als unter einem demokratisch gewählten Präsidenten Putin in Russland![/i]
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| 18.03.2008 20:37 |
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Sheep
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Libien Puristan
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RE: Monarchy
Eine Demokratie, die von selbstsüchtigen, nur auf ihre Wiederwahl und das Füllen ihres persönlichen Geldsackes erpichten, Politikern geführt wird, eventuell unter eigentlicher Federführung der Wirtschaft (Zitat eines Daimler-Chrysler-Managers: "Die Politiker bestimmen die Rhetorik, wir die Realität"), ist möglicherweise schlechter als eine Monarchie unter einem entsprechend "guten" (ich weiss, sehr allgemein ausgedrückt) Monarchen.
In einer Demokratie hast du die Möglichkeit, solche Politiker abzuwählen, zu demonstrieren, einen offenen Brief zu schreiben oder selbst Politiker zu werden um es besser zu machen.
In einer absoluten Monarchie (wo der Monarch also entscheidet) bist du ihm auf Gedeih und Verderb ausgeliefert.
Ich persönlich würde es bevorzugen unter einem König wie Friedrich dem Großen in Preussen oder einem Fürsten Albert in Monaco zu leben als unter einem demokratisch gewählten Präsidenten Putin in Russland!
Die Verhältnisse in Russland sind nicht wirklich demokratisch.
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| 18.03.2008 21:56 |
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Bulent Epikur
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Aphrodite EPHESUS Frenzy
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RE: Monarchy
Ich finde das Thema Monarchie sehr interessant, und man kann es nicht nur negativ bewerten.
Ich kenne mich ja ganz gut in Holland aus, und da macht die Monarchie noch einen Sinn. Die Kosten sind moderat, und nahezu alle Bürger schauen sich die Thronrede der Königin jedes Jahr an, es ist eine Art politisches Volksfest. Die Regierung kann so ihre Haushaltsvorstellungen für das nächste Jahr unter die Leute bringen, es wird darüber debattiert usw. In Deutschland kräht nach der Haushaltsdebatte kein Hahn mehr. In Holland ist die Königin qua Amt tatsächlich überparteilich, sie gehört keiner Partei an, weder Regierung noch Opposition, in Deutschland ist der Bundespräsident immer aus einer Partei hervorgegangen, und um sein Amt wird alle fünf Jahre aufs unwürdigste geschachert. Ich bin nicht für eine echte, für eine absolute Monarchie, aber eine konstitutionelle hat bestimmte, auch politische und durchaus demokratische Vorteile. Und außerdem könnte der Kronprinz auch eine Kronprinzessin sein  . Ich denke, man sollte das Thema differenziert betrachten, es ist nicht unbedingt ein Nachteil, so eine Monarchie einzuführen, wenn die Königsfamilie sich der Verpflichtung gegenüber den demokratischen Institutionen bewusst ist. Juan Carlos beispielsweise hat die Demokratie in Spanien erst ermöglicht und hat sie gegen einen Militärputsch erfolgreich verteidigt.
Hi Bertrams,
prinzipiell stehe ich dem Thema mit der Monarchie mehr als skeptisch gegenüber, um nicht zu sagen, das ich normalerweise jeden für hirnrissig gehalten hätte, der sowas auch nur erträumen würde.
Aber deine Betrachtungsweise bringt einen dazu seine festen Meinungen mal zu überdenken, da du wirklich differenziert argumentierst bzw. aus verschiedenen Blickwinkeln das Thema aufbereitest.
Nicht, das ich auf meine alten Tage noch zu einem Royalisten mutiere, aber wenigstens kann ich jetzt ein bisschen die Leute verstehen, die von einem "zivilisierten" König oder Königin träumen.
Und trotzdem halte ich diese "Leute" für ausgemachte Nostalgiker!
Verständnis? ja! Zuspruch? Nein! 
Was soll's! Schliesslich darf im Grunde genommen nur der Freiheit fordern, der sich auch zur Toleranz bekennt! Also, nur weiter so!
Angesichts dieser Nacht voller Zeichen und Sterne wurde ich zum ersten Mal empfänglich für die zärtliche Gleichgültigkeit der Welt. (...by embracing the "gentle indifference of the world")
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| 18.03.2008 22:54 |
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Bertrams
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Orbitanien Seewald Terrania
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RE: Monarchy
@Bulent: Danke für das Lob. Ich glaube, dass Monarchie heute nichts anderes in Europa mehr sein kann als das, was ich eben beschrieben habe. Dass Juan Carlos für Spanien ein absoluter Segen war und ist, bestreitet heute niemand mehr, sei er nun ein Frankist oder ein Gegner des Diktators, de den heutigen König ironischerweise ja selbst eingesetzt hat. Das Militär hörte auf ihn und brach den Putsch ab, stellte sich auf die Seite der Demokratie... Ein Bundeshorstel hätte das nicht geschafft, bei dem weiß man ja nicht einmal, ob ihn die CDU und die SPD gleichermaßen mögen, oder auch nur alle in der CDU selbst respektieren. Kaum lehnt er die Unterzeichnung eines Gesetzes ab, schreien die, die ihn gewählt haben, ohne sich seine Argumente anzuhören. Ein König, und ich bin auch kein Royalist, ist keiner einzelnen Wählergruppe verpflichtet. Irgendeine überparteiliche Person ohne zu viel Macht, aber mit hoher Beliebtheit, um es mal spielkonform auszudrücken, das wäre ein gutes Staatsoberhaupt.
Das Radio, das Brücken baut und an dem ich beteiligt bin - www.ohrfunk.de
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| 19.03.2008 00:09 |
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Bulent Epikur
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Aphrodite EPHESUS Frenzy
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RE: Monarchy
,
@Bulent: Danke für das Lob. Ich glaube, dass Monarchie heute nichts anderes in Europa mehr sein kann als das, was ich eben beschrieben habe. Dass Juan Carlos für Spanien ein absoluter Segen war und ist, bestreitet heute niemand mehr, sei er nun ein Frankist oder ein Gegner des Diktators, de den heutigen König ironischerweise ja selbst eingesetzt hat. Das Militär hörte auf ihn und brach den Putsch ab, stellte sich auf die Seite der Demokratie... Ein Bundeshorstel hätte das nicht geschafft, bei dem weiß man ja nicht einmal, ob ihn die CDU und die SPD gleichermaßen mögen, oder auch nur alle in der CDU selbst respektieren. Kaum lehnt er die Unterzeichnung eines Gesetzes ab, schreien die, die ihn gewählt haben, ohne sich seine Argumente anzuhören. Ein König, und ich bin auch kein Royalist, ist keiner einzelnen Wählergruppe verpflichtet. Irgendeine überparteiliche Person ohne zu viel Macht, aber mit hoher Beliebtheit, um es mal spielkonform auszudrücken, das wäre ein gutes Staatsoberhaupt.
Bertrams, ich denke,trotz unserer verschiedenen Startpunkte, sind wir bereits fast auf gleicher Linie.
Wir sehnen uns Alle, nach einer "Persönlichkeit", nach einer "Respektsperson", die vielleicht die pragmatischen und opportunistischen Seiten unserer "Allerweltspolitiker" bzw. Karrieristen etwas ausgleicht. Der etwas Staatsmännisches, etwas Weisheit mitbringt, zu dem man aufschauen kann und den man als Vorbild seinen Kindern zeigen kann. Und zufällig ist es eventuell der Monarch! Könnte praktisch aber auch so einer wie der Vaclav Havel sein, ohne dieses ganze Brimborium!
Angesichts dieser Nacht voller Zeichen und Sterne wurde ich zum ersten Mal empfänglich für die zärtliche Gleichgültigkeit der Welt. (...by embracing the "gentle indifference of the world")
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| 19.03.2008 00:35 |
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Sheep
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Libien Puristan
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RE: Monarchy
Eigentlich haben wir in Deutschland dafür den Bundespräsidenten, vielleicht sollte der einfach direkt vom Volk gewählt werden...
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| 19.03.2008 00:54 |
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Malone
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Joyland Malonatia Prosperia
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RE: Monarchy
Jo, Florian Silbereisen for President 
Nur ein Spässchen
Per aspera ad astra.
Please post questions always in the forum and do not message them to me!
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| 19.03.2008 01:10 |
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Bulent Epikur
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Aphrodite EPHESUS Frenzy
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RE: Monarchy
Dann lieber Heinz Schenk oder Udo Lindenberg.
Angesichts dieser Nacht voller Zeichen und Sterne wurde ich zum ersten Mal empfänglich für die zärtliche Gleichgültigkeit der Welt. (...by embracing the "gentle indifference of the world")
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| 19.03.2008 01:16 |
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Don Quixote
Unregistered
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RE: Monarchy
In einer Demokratie hast du die Möglichkeit, solche Politiker abzuwählen, zu demonstrieren, einen offenen Brief zu schreiben oder selbst Politiker zu werden um es besser zu machen.
Ein offener Brief wird wohl kaum irgendetwas an den Verhältnissen ändern, selbst Politiker werden ist ohne Protektion eines hohen Politikers (ist in Deutschland Realität, warum glaubst Du wohl hat es Frau Merkel soweit gebracht?-Doch nur weil sie "Ziehkind" von Helmut Kohl war, ansonsten wäre sie nur eine klitzekleine Lokalpolitikerin) unmöglich und abwählen ist leicht gesagt, irgendjemanden musst Du ja wählen und da hast Du bei unserem Parteiensystem nur die Wahl zwischen Pest oder Kolera, am Ende hat ja doch nur die Partei das Sagen!
In einer absoluten Monarchie (wo der Monarch also entscheidet) bist du ihm auf Gedeih und Verderb ausgeliefert.
Er wird sich kaum um jeden einzelnen seiner Bürger selbst kümmern, das tun seine Beamte, wie auch in einer Demokratie, es kommt also auf die Gesetzgebung an und die kann in einer Monarchie durchaus auch besser und/oder gerechter sein als in einer Demokratie!
Die Verhältnisse in Russland sind nicht wirklich demokratisch.
Es ist offiziell ein demokratischer Staat, in dem die Staatsführung vom Volk gewählt wird! Genau das ist das Problem, dass eine Demokratie nämlich nicht immer sehr demokratisch ist!
Nur um das klarzustellen, ich bin kein fanatischer Anhänger der Monarchie, dafür gibt es mir zuviele Unwägbarkeiten in dieser Regierungsform und zuviele mahnende Beispiele für katastrophale Auswüchse. Ich wollte lediglich darstellen, dass die Demokratie meiner Meinung nach auch nicht die ideale Regierungsform ist und es schlussendlich immer auf die Personen ankommt, die an der Macht sind. Sind diese "gut", geht es auch den Bürgern dieses Staates gut, egal welche Regierungsform gerade herrscht, und vice versa!
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| 19.03.2008 14:29 |
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