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Grundeinkommen
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brutaler Hansi
netter Typ
 
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Amerikana MeckPomm
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RE: Grundeinkommen
sag mal, gottvater, was heißt denn BF ? Bürgerforum?
mich würden ja ein paar rechenbeispiele interessieren, wie die versteuerung der löhne gestaltet werden soll. müsste sich ja auch einiges ändern, oder?
Wenn man weiß, wer der Feind ist, hat der Tag Struktur.
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| 16.02.2008 09:06 |
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gottvater
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Himmelreich1 Himmelreich2 Himmelreich3
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RE: Grundeinkommen
...was heißt denn BF ? Bürgerforum?
so isses - siehe mein langen Post weiter vorn in diesem Fred.
...mich würden ja ein paar rechenbeispiele interessieren...
Hast du schon mal in die zitierten Links geschaut? Bei dem Otto-Link wird konkret gerechnet. Hier noch mal ein Link, der eine Fülle dazu bietet - auch mit Rechenbeispielen http://www.archiv-grundeinkommen.de/
Wie gesagt - mir geht es mehr um die Frage der Reife, weil ja viele argwöhnen, es würde den Umsturz der Marktwirtschaft bedeuten - was aber eben nicht stimmt.
Anderseits finde ich es historisch betrachtet schon bemerkenswert - vereinfacht gesagt:
- Der Kommunismus hatte sich auf die Fahnen geschrieben, daß die Menschen nach ihren Wünschen und Bedürnissen glücklich sein sollten...
- Im Sozialismus hieß es dann - Jedem nach seinen Bedürfnissen und nach seinen Leistungen...
- Im Kapitalismus dagegen - Jedem nach seinen Leistungen.
Also ist Letzteres das Modell, welches im Grunde das unsozialste ist (das sich aber, wie wir wissen durchgesetzt hat) und nun zeigt sich, daß die ungerechteste Variante offenbar erstmalig die Voraussetzungen dafür schaffen kann (sagen manche), bzw. geschaffen hat (meine ich, in Deutschland zumindest) - die soziale Seite tatsächlich mehr in den Mittelpunkt zu rücken... Das hat schon eine gewisse Ironie - oder 
Gruß
gottvater
@Abt: Im Grunde hast Du das ja auch mit deinem Spitzenreiter (CSA) gemacht - erst die harte Linie, Entschuldung und so - und nun kannste soziale Geschenke machen und alle sind happy 
Schön, daß du weiter mitmachst.
Nehmt die Menschen wie sie sind - andere gibt's nicht... /Take people as they are - there are no other... (K. Adenauer)
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| 16.02.2008 14:09 |
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Malone
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Joyland Malonatia
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RE: Grundeinkommen
- Im Kapitalismus dagegen - Jedem nach seinen Leistungen.
Das ist nicht vollständig. Es muss heißen:
- Im Kapitalismus dagegen - Jedem nach seinen Leistungen und nach seinem Eigentum
Per aspera ad astra.
Please post questions always in the forum and do not message them to me!
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| 16.02.2008 14:46 |
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fleischidambach
Kleiner Diktator

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Toxikologia
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RE: Grundeinkommen
Wobei selbst "Leistung" zu einfach gesagt ist, weil die Leistung nicht direkt nach Arbeitszeit, Aufwand und Schaden für die Person gerechnet weden, sondern nach "Begehrtheit", weil die Leistung von jemanden, der in einem Bergwerk arbeitet, ungleich schlechter bezahlt werden, als jemandem in höherer Führungsposition.
Das ist jetzt wiederum etwas vereinfacht gesagt... aber ich glaube, die Botschaft habe ich gut vermitteln können
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| 16.02.2008 15:08 |
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gottvater
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Himmelreich1 Himmelreich2 Himmelreich3
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RE: Grundeinkommen
Herrjeh - ja doch ihr Krümelk.... ähm Erbsenzähler , ich sagte ja auch "vereinfacht"...
Nehmt die Menschen wie sie sind - andere gibt's nicht... /Take people as they are - there are no other... (K. Adenauer)
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| 16.02.2008 15:23 |
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Bertrams
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RE: Grundeinkommen
@Gottvater: Kommt davon, wenn man alles immer so ausführlich und differenziert erklärt, dann gucken sie einem auf die Finger .
Ich verstehe nicht viel von Wirtschaft, wie ich zugeben muss, seit ich in meinem Musterstaat abgewählt wurde . - Aber der BF-Vorschlag gefällt mir, ich finde ihn einleuchtend. Ich werde vermutlich demnächst mal ein Interview mit diesem G. Werner führen, der sich ja für BGE stark gemacht hat, aber mir scheint, man müsste es einfach mal ausprobieren. Das Entscheidende ist eher die Mentalität der Menschen, denke ich. Rein volkswirtschaftlich scheint mir das machbar zu sein, aber eben wirklich dann, wenn man davon ausgeht, dass Menschen sich darüber freuen würden, mit weniger Druck eine gesellschaftlich relevante Tätigkeit ausführen zu können. Wenn natürlich die recht hätten, die immer sagen, dass sie recht haben mit ihrem Vorwurf der Faulheit und des Schmarotzertums, würde das BGE nicht funktionieren, denn wer würde dann noch die Drecksarbeit machen? Drum finde ich die - nennen wir es - geistige Umsetzung eines BGE gewissermaßen spannender als die technische.
Das Radio, das Brücken baut und an dem ich beteiligt bin - www.ohrfunk.de
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| 17.02.2008 10:27 |
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gottvater
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RE: Grundeinkommen
...wenn man alles immer so ausführlich und differenziert erklärt, dann gucken sie einem auf die Finger  ...
Klar - lern ich auch noch .
...wenn man davon ausgeht, dass Menschen sich darüber freuen würden, mit weniger Druck eine gesellschaftlich relevante Tätigkeit ausführen zu können...
Genau das halte ich ja vom psychologischen Standpunkt für sehr viel wahrscheinlicher, als die umgekehrte Annahme. Bzw. hab ich ja versucht das zu belegen - aber garantieren kann es leider niemand.
(Jetzt begebe ich mich mal bewußt auf ein sehr 'heißes Pflaster')
Im Wesentlichen war es ja in der DDR so, daß die sozialen Utopien weitgehend real waren - um den Preis der wirtschaftlichen Ineffiziens.
Ein bekannter ehemal. DDR-Wissenschaftler namens Kuczinski hat mal gesagt, ein paar Prozent (2 - 3%) Arbeitslosigkeit täten der Wirtschaft gut. Und damit hatte er sehr wahrscheinlich recht. Leider war er eine Art 'persona non grata' und hatte zu Lebzeiten kaum noch Einfluß.
Wenn ich mir die jetzige 'Kaste der Unkündbaren' (ja genau - die lieben Beamten - denn sie leben gewissermaßen den Sozialismus im Kapitalismus ) angucke... Sie haben den höchsten Grad an sozialer Sicherheit, die höchsten Altersbezüge... Dann wundert mich die Ineffiziens des Beamtenapparates nicht besonders. Trotzdem - oder gerade darum wollen viele Beamte werden...
Der Werner (ist doch der Drogerie-Magnat?) hat seine Meinung schon oft und gern öffentlich vertreten. Leider auch nur mit wenig Erfolg.
Aber gib doch mal Bescheid, wenn Du das Interview hast.
Gruß
gottvater
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| 17.02.2008 18:01 |
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fleischidambach
Kleiner Diktator

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Toxikologia
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RE: Grundeinkommen
Ich glaube, die Furcht vor der Zunahme an Künstlern ist unbegründet, da die Leute doch eigentlich auch Anerkennung in der Arbeit sollen. Und da die meisten Leute einfach wohl nicht die Begabung (oder gar Interesse) daran haben, sich künstlerisch zu betätigen, werden wohl nur wenige Leute durch ein Grundeinkommen angespornt sein, ihr Leben als Künstler zu fristen. Und die Leute, die wirklich Begabung hatten und echtes Interesse, hat es nie abgehalten in Armut zu leben, wenn sie sich nur möglichst verwirklichen konnten.
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| 17.02.2008 19:09 |
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brutaler Hansi
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Amerikana MeckPomm
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RE: Grundeinkommen
ich würde schon behaupten, daß es mehr künstler geben würde. einfach durch die, die es sich bisher nicht leisten konnten.
aber mal davon abgesehen, wäre es gar nicht schlimm. denn ich glaube fest, daß sich die zahl der kulturkonsumenten auch erhöhen würde. eben durch ein entspannteres leben hätten die leute mehr muße dafür.
wenn man nicht mehr planen muß, wie man sein überleben sichert, hat man auf einmal n büschen mehr zeit übrig, die man anderweitig nutzen kann.
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| 18.02.2008 10:51 |
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Bertrams
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Orbitanien Seewald Terrania
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RE: Grundeinkommen
@Gottvater: Kann noch ein wenig dauern, der hat viel zu tun, der Werner. Aber ich sag bescheid.
Ob es wirklich mehr Künstler geben wird, weiß ich wirklich nicht, aber das ist auch nicht das Entscheidende, finde ich.
Jedenfalls glaube ich, dass die Leute, die man heute oft Faul und Schmarotzer nennt, die sind, die auch psychisch dem Druck nicht mehr standhalten, Erwerbsarbeit im herkömmlichen Sinne zu niedrigen Löhnen machen zu müssen, flexibel sein und seinen Lebensmittelpunkt irgendwo im Nirgendwo nehmen und soziale Kontakte auf ein Minimum reduzieren zu müssen. Immer im Nacken, dass man vielleicht nicht genügt. Gerade für diese Menschen wäre, ganz abgesehen vom wirtschaftlichen Standpunkt, das BGE ein Segen. Ich glaube nämlich fest daran, dass Menschen, die heute kaum produktiv sind, viel mehr machen können ohne Druck.
Ich war mal ehrenamtlicher Geschäftsführer von 4 sehr unterschiedlich behinderten Menschen, die durch Fördergelder im Rahmen der Eingliederungshilfe bezahlt wurden. Wenn ich versucht habe, diesen Leuten zu sagen, dass sie jetzt bitte ihre 8 STunden absitzen sollen, kriegten wir kaum Arbeitsergebnisse, jeder und jede fühlte sich mal unwohl, sie quälten sich teilweise durch den Tag. Dann aber einigten wir uns auf flexible Arbeitszeiten, das Gehalt lag fest, wir als Verein, der der Arbeitgeber war, hatten damit ja nichts zu tun. Es war erstaunlich, was dabei herauskam. Die Leute arbeiteten, sobald es ihnen gut ging, und sie arbeiteten gut. Aber es kam eben auch vor, dass sie mal nur drei Stunden am Tag arbeiteten, manchmal gar nicht, ohne sich krank zu melden, aber sie holten diese Fehlzeiten zumindest vom Ergebnis her wieder ein, nicht unbedingt von der Stundenzahl.
Auch diese persönliche Erfahrung sagt mir, dass weniger Druck mehr bringt.
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| 18.02.2008 13:27 |
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