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Grundeinkommen
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Post: #21
RE: Grundeinkommen

ariseagain Wrote:
das bge ist an sich doll, aber ich habe nicht angst von personen als schmarotzern , die wird es rel. wenig geben...viel mehr habe ich angst vor unternehmen die ihre mitarbeiter kaum bezahlen , da sie sich denken ..."geilo , vatter staat zahlt ja ein grundeinkommen, brauch ich ja nicht viel rauszuhauen...":(


Nunja dann kündigt man eben oder Streikt, die Überwindung zu solchen ideellen Handlung wird da durch die Grundsicherung doch deutlich niedriger. Wurde auch schon erwähnt, gerade das ist ein riesiger Vorteil.


Es ist nicht schlimm zu verlieren - bis man verliert
13.02.2008 19:43
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Schwarzer_Abt
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Alemannien
Post: #22
RE: Grundeinkommen

Hab mir das ganze nochmals durch den Kopf gehen lassen. Bei einem Grundeinkommen, dass die Lebenserhaltungskosten deckt und noch ein bisschen Luxus erlaubt. Wenn ihr davon ausgeht und dann die MwSt auf 40% anhebt, dann reichts ja wieder nicht zum Leben, weil alles teurer wird.Kopfkratz


"Ich glaube nicht an den Zufall. Die Menschen, die in
der Welt vorwärtskommen, sind Menschen, die aufstehen
und nach dem von ihnen benötigen Zufall Ausschau halten."

(George Bernard Shaw)
14.02.2008 11:29
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brutaler Hansi
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Amerikana
MeckPomm
Post: #23
RE: Grundeinkommen

nein, nein

die netto preise sinken doch, weil die herstellungskosten ebenfalls sinken durch niedrige lohnzahlungen.


Wenn man weiß, wer der Feind ist, hat der Tag Struktur.
14.02.2008 12:55
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gottvater
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Himmelreich1
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Post: #24
RE: Grundeinkommen

brutaler Hansi Wrote:
...die netto preise sinken doch, weil die herstellungskosten ebenfalls sinken durch niedrige lohnzahlungen.

Das meinten auch die Finanzexperten in unserm BF, aber sie meinten auch, eine reine Konsumsteuer wäre nicht optimal (was ich sehr gut nachvollziehen kann) - es sollte differenziert werden. Ungefähr so - Lebensmittel, Grundnahrungsmittel 0% und teure Autos, Geländewagen u.ä. 50%, also mehr eine Art Luxussteuer. Allerdings bezeifle ich, daß dadurch allein eine gerechte Lastenverteilung zu erzielen wäre. Und es erforderte wieder detailierte Regelungen und entsprechende Kontrollen usw...

Letztlich kann so lange niemand wirklich wissen, was für ein Gleichgewicht sich langfristig einstellen würde - bis man es mal wagen würde...

Gruß
gottvater


Nehmt die Menschen wie sie sind - andere gibt's nicht... /Take people as they are - there are no other... (K. Adenauer)
15.02.2008 02:01
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Schwarzer_Abt
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Alemannien
Post: #25
RE: Grundeinkommen

Was macht ihr denn z.B. mit EU-Bürgern die in Deutschland arbeiten? bekommen die auch eine Grundrente oder bekommen die dann mehr Lohn? Dann stellt doch keiner mehr Ausländer an, wenn er für die mehr bezahlen muss... und schwupps wird das ganze durch die EU gekippt, weil ihr EU-Bürger nicht anders behandeln dürft im Arbeitsmarkt.


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(George Bernard Shaw)
15.02.2008 12:27
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Malone
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Joyland
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Post: #26
RE: Grundeinkommen

Schwarzer_Abt Wrote:
Was macht ihr denn z.B. mit EU-Bürgern die in Deutschland arbeiten? bekommen die auch eine Grundrente oder bekommen die dann mehr Lohn? Dann stellt doch keiner mehr Ausländer an, wenn er für die mehr bezahlen muss... und schwupps wird das ganze durch die EU gekippt, weil ihr EU-Bürger nicht anders behandeln dürft im Arbeitsmarkt.


Da befinden wir uns jetzt aber auf einer anderen Ebene der Diskussion. Die grundlegende Frage ist doch zunächst zu klären, ob es prinzipiell funktionieren würde. Rechtliche Aspekte sind da nicht von Bedeutung.


Per aspera ad astra.

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15.02.2008 12:38
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Schwarzer_Abt
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Alemannien
Post: #27
RE: Grundeinkommen

ah... so ist das. Nun ja, dann werde ich nicht weiter stören mit der Realität und anderen Belanglosigkeiten.


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16.02.2008 00:37
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Joyland
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Prosperia
Post: #28
RE: Grundeinkommen

Ob die EU es erlauben würde oder nicht, hat nunmal nicht das Geringste damit zu tun, ob ein Grundeinkommen ökonomisch funktionieren würde oder nicht.


Per aspera ad astra.

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16.02.2008 01:05
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gottvater
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Himmelreich1
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Post: #29
RE: Grundeinkommen

Hallo,

ich habe hier mal die Endfassung des BGE-Vorschlags aus unserm BF kopiert:

--- Original ---
Ein bedingungsloses Grundeinkommen soll jedem Bürger der Bundesrepublik ein menschenwürdiges Leben mit einem Mindestmaß an Lebensqualität sichern und soziale Ausgrenzung verhindern.

So funktioniert der Vorschlag
Vollbeschäftigung ist - vor allem in den unteren Lohnsegmenten - nicht mehr erreichbar. Die Koppelung sozialer Ansprüche und Leistungen an Erwerbsarbeit ist damit nicht zukunftsfähig. Würde man alle bereits jetzt existierenden Möglichkeiten nutzen, menschliche Arbeitskraft durch Roboter zu ersetzen, läge die Arbeitslosigkeit bei etwa 35%. Die derzeitigen Systeme der sozialen Sicherung in der BRD basieren aber gerade auf dieser weiter schwindenden Erwerbsarbeit. Die Anzahl der Bedürftigen steigt, während immer weniger Menschen in das System einzahlen. Das hat zur Folge, dass das System gerade dann versagt, wenn es am nötigsten wäre. Auf der anderen Seite ist der private Reichtum in der BRD so groß wie nie. Bei einer gewissen Umverteilung wäre es also möglich, allen Bürgern ein menschenwürdiges Leben zu garantieren. Ein Vorschlag dazu ist das Bedingungslose Grundeinkommen.

Soziale Teilhabe ohne Ausgrenzung hängt in Zukunft wesentlich davon ab, dass jeder über ein Einkommen verfügt, auch wenn er/sie keine Erwerbsarbeit hat. Jedem Bürger steht qua Bürgerstatus ein Teil des gesellschaftlich erarbeiteten Reichtums als monatliches Einkommen zu. Ein Grundeinkommen ist kein sozialpolitisches Projekt, welches versucht, Marktdefekte zu reparieren. Es ist ein Projekt für mehr Freiheit, Demokratie und Menschenwürde. Es weist über die bestehende Gesellschaft hinaus.

Ein Grundeinkommen ist

* allen Menschen individuell zustehend und garantiert,

* ohne Bedürftigkeitsprüfung (Einkommens-/Vermögensprüfung),

* in existenzsichernder Höhe (Armut verhindernd, gesellschaftliche Teilnahme ermöglichend)ohne Arbeitszwang.

* Kinder, die noch im Haushalt der Eltern wohnen, erhalten den halben Betrag

* Grundlage bzw. Ersatz für Rente (über den BGE-Satz erworbene Rentenansprüche bleiben steuerpflichtig erhalten)



Es gibt unterschiedliche Vorschläge zur Finanzierung, hier einige davon:


* Wegfall eines Teils der bisherigen sozialen Sicherungssysteme (Arbeitslosengeld, Bafög, teilw. Renten)

* Wegfall des gigantischen Kontrollapparates insbes. für Arbeitslose (Bundesanstalt für Arbeit 95.000 Mitarbeiter)

* Höhere Steuern auf Kapital und Vermögen

* Schließung von Steuerschlupflöchern

* Höhere Steuereinnahmen durch gestiegene Konsumausgaben

* Streichung von nicht dem Allgemeinwohl dienenden Subventionen

* Ergänzend bzw. alternativ hierzu ist auch eine deutliche Erhöhung der Konsumsteuern in der Diskussion. Ein umsatzsteuerbasiertes Prinzip erhebt dort Steuern, wo Waren und Dienstleistungen gekauft werden und befreit die Einnahmeseite des Staates von drohenden Mindereinnahmen durch die bereits praktizierte "Lohndrückerei", die mit Hinweis auf globalisierte Märkte seit Jahren betrieben wird.

* Wer aus Zinseinkünften, Erwerbsarbeit oder anderen Quellen zusätzliche Einnahmen hat, muß auf seine Einnahmen Steuern zahlen. Gutverdiener werden damit zur Finanzierung beitragen, Bedürftige (auch solche, die bisher aus Scham den Gang zu den Ämtern scheuen) werden automatisch erreicht.

Es erfolgt also eine Auswahl der Berechtigten im Nachhinein. Dies hat den Vorteil, dass eine entwürdigende Bedürftigkeitsprüfung entfällt und auch die in den Genuss einer ausreichenden Existenzsicherung kommen, die potentiell berechtigt wären, aber bisher von den komplizierten Bewilligungsmechanismen abgeschreckt werden - also die Verhinderung verdeckter Armut.


Beispiele, Szenarien, Ideen
Das Grundeinkommen ließe jedem Bürger die Freiheit, keiner Lohnarbeit nachzugehen. Für den Wunsch nach mehr Konsum, dem Bedürfnis nach mehr Anerkennung durch Entlohnung, aus Freude an der Arbeit und der durch sie ermöglichten sozialen Interaktion würde jedoch die Mehrheit weiter erwerbstätig sein. In einem Arbeitsmarkt ohne Lohnsubventionen oder Arbeitszwang hätten zudem bisher billig entlohnte, aber für die Gesellschaft wichtige Tätigkeiten, wie der soziale Bereich, einen echten Marktwert - ansonsten würden sie nicht ausgeführt.


Kurzfristig wird sich ein allgemeines Grundeinkommen nicht durchsetzen lassen. Eine solche Forderung gibt aber die grundsätzliche Richtung an, in der Politik sich bewegen muss. Es sind schon jetzt eine Reihe von kleinen Schritten denkbar, die allerdings in die richtige Richtung gehen müssen, bis die Gesamtforderung realisiert ist. Erste Schritte in eine erlebenswerte Zukunft.
--- Ende ---

Darüber wurde jetzt im BF abgestimmt. In unserem Ausschuß bekam der Vorschlag leider nur 33 von 57 Stimmen. Leider - weil 2/3 nötig wären, damit es in das Gesamtpapier vom BF aufgenommen würde...

Den Kommentaren einiger Gegner war vor allem zu entnehmen, daß sie die Worte: "...gewissen Umverteilung..." für sich so sinngemäß als Aufruf zum Sturz des Kapitalismus, zur Revolution, zur Rückkehr zum Kommunismus interpretiert haben...
Wahrscheinlich ist das BF doch nicht ausreichend repräsentativ besetzt - zu viele Großverdiener Wink

Aber - kannste nix machen (siehe meine Sig.) ...schade eigentlich :hm:

Gruß
gottvater

@Abt: nu komm - sei nicht überempfindlich...


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16.02.2008 01:13
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Alemannien
Post: #30
RE: Grundeinkommen

sorry, hatte ne schwache minute... :hm:Pille


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(George Bernard Shaw)
16.02.2008 04:56
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