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Contradictions
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fleischidambach
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Toxikologia
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RE: Contradictions / Widersprüche - Süßwaren
Bin gerade dabei diese Aufgabe zu bewältigen, bin aber auf eine etwas - nun ja - fragwürdige Antwort gestossen:
"Der Verkauf von Getränken mit Zuckerzusatz muss vollkommen unterbunden werden!" plädiert Richard Zehnpfennig, Zahnarzt mit einer Praxis in einem kinderreichen Viertel. "Denn was der Zucker mit den Zähnen anrichtet, ist verheerend, vor allem bei Heranwachsenden. Das ist zwar gut für meine Praxis, aber als verantwortungsvoller Arzt muss ich mich für ein Verbot aussprechen. Zucker und Süßstoffe sollten obligatorisch durch Stevia ersetzt werden!"
Ich habe mir dann Stevia angesehen bei Wiki und ich kann ja noch nicht sagen, wie sich diese Antwort auswirken würde, jedoch wenn ich lese, dass fundierte Studien in manchen Aspekten noch fehlen bzw. an Tieren diverse negative Ergebnisse erzielt wurden, sind Berechnungen rund um die Gesundheit in dem Zusammenhang reines Glücksspiel.
Noch dazu ist Stevia als allgemeiner Lebensmittelzusatz in den USA verboten (und ich habe die USA als "Musterstaat").
Weiters wird Stevia zu den Süßstoffen gerechnet - wenn auch zu den natürlichen.
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| 20.02.2008 01:24 |
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Malone
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Joyland Malonatia Prosperia
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RE: Contradictions / Widersprüche
Also von den negativen Ergebnissen an Tieren wusste ich zum Zeitpunkt der Aufgabe nichts ^^
Per aspera ad astra.
Please post questions always in the forum and do not message them to me!
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| 20.02.2008 01:54 |
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fleischidambach
Kleiner Diktator

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Toxikologia
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RE: Contradictions / Widersprüche
Auszüge:
"1984 erbrachte eine von Monsanto in Auftrag gegebene wissenschaftliche Untersuchung erhebliche Zweifel an der gesundheitlichen Unbedenklichkeit von Stevia"
"Die Mutagenität des Abbauprodukts von Steviosid, Steviol, ist umstritten. In einigen Studien wurden fruchtschädigende und mutagene Wirkungen in Hamstern und Ratten beschrieben, außerdem eine Mutagenität in vitro"
"Die der WHO vorliegenden Studien bezüglich der Auswirkungen von Steviol in vivo haben noch keine Hinweise auf mutagene Wirkungen am Menschen ergeben. Im Tierversuch an Ratten, Hamstern und Mäusen wurde eine akute und subchronische Toxizität gezeigt, die zwar sehr niedrig war, aber Zweifel an der Anwendungssicherheit weckt. Da sich in weiteren Studien an Ratten deutlich negative Auswirkungen auf den männlichen Genitaltrakt zeigten, sollte auch die Auswirkung auf die menschliche Fertilität genauer überprüft werden. Nach den Verbraucherschutzstandards der EU sind daher weitere Studien zu gesundheitlichen Wirkungen notwendig, bevor das Verkaufsverbot aufgehoben werden kann."
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| 20.02.2008 11:17 |
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gottvater
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RE: Contradictions / Widersprüche
...von Monsanto in Auftrag gegebene wissenschaftliche Untersuchung...
Sorry - aber diese Firma ist ungefähr so glaubwürdig, wie ein Tabakkonzern (ich glaube der mit dem an BronchialCA verstorbenen Reklame-Cowboy) der per wiss. Studie die Unbedenklichkeit des Rauchen "bewiesen" hat... 
Ich würde meinen, die Tatsache, daß Stevia in Südamerika/Asien seit Jahren und Jahrzehnten Bestandteil der Küche ist - deutet (für mich persönlich) eher auf eine, sagen wir mal, Überbesorgtheit der europ. Behörden hin.
Vielleicht gibts hier aber ganz einfach auch eine starke Zuckerlobby. Würde mich jedenfalls nicht wirklich wundern 
Gruß
gottvater
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| 21.02.2008 02:03 |
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Malone
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RE: Contradictions / Widersprüche
Eine Lobby? Meinste echt?
Per aspera ad astra.
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This post was last modified: 21.02.2008 02:21 by Malone.
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| 21.02.2008 02:21 |
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Schwarzer_Abt
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Alemannien
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RE: Contradictions / Widersprüche
Es gibt für jede Studie eine Gegenstudie. Deshalb ist es immer wichtig zu sehen wer die Studie für wen in Auftrag gab. Warum sollte es keine Zuckerlobby geben? @ Malone. Auch dort wird viel Geld verdient.
"Ich glaube nicht an den Zufall. Die Menschen, die in
der Welt vorwärtskommen, sind Menschen, die aufstehen
und nach dem von ihnen benötigen Zufall Ausschau halten."
(George Bernard Shaw)
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| 21.02.2008 02:47 |
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fleischidambach
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Toxikologia
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RE: Contradictions / Widersprüche
Ich wusste, dass natürlich gegen Monsanto was gesagt werden würde 
Deswegen habe ich auch weitere Zitate aus Wiki genommen, die nicht mit Monsanto in Zusammenhang stehen (meines Wissens).
Jetzt sehr vereinfacht gesagt... nur weil es woanders benutzt wird, heisst es noch nicht, dass es unbedenklich dadurch wird. Die Folgen sind und bleiben unklar, Berechnungen bei Ars-Regendi auf die Gesundheit sind daher reine Spekulation.
Und klar für Studien gibt es auch Gegenstudien. Und man kann über die Grausamkeit von Tierversuchen auch jetzt debattieren. Und vl. bin ich von meiner Ausbildung her da auch etwas strenger und geprägter, aber eine von öffentlicher Hand bezahlte Studie, die die komplette Unbedenklichkeit bzw. Grenzwerte festlegt, fehlt. Viele Teile der Welt haben den Süssstoff der Stevia-Pflanze verboten oder zumindest teilweise eingeschränkt. Nicht nur in der EU.
Eigentlich müsste ja - was ich nicht glaube - der Aufgabenpunkt mit den Süssstoffen der chemischen Industrie die beste Lösung (gesundheitlich) sein, weil einerseits der Zuckerverbrauch gesenkt wird und es andererseits Süssstoffe gibt (weiß nicht, wie viele, bin kein Fan der organischen Chemie, bin ja doch mehr der Analytiker), die nicht "verstoffwechselt" werden, sondern ausgeschieden werden, wie "sie rein kommen".
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| 21.02.2008 16:37 |
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gottvater
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RE: Contradictions / Widersprüche
...Ich wusste, dass natürlich gegen Monsanto was gesagt werden würde  ...
hey - das ehrt dich 
...Jetzt sehr vereinfacht gesagt... nur weil es woanders benutzt wird, heisst es noch nicht, dass es unbedenklich dadurch wird...
Nein - das heißt es nicht. Aber auch noch mal vereinfacht gesagt, der tradierte Gebrauch in den anderen Regionen dieser Welt läßt es sehr unwahrscheinlich erscheinen, daß da signifikante negative Folgen enstehen würden. Eine Industrienation wie Japan würde das nicht übersehen... Und dort hat der Gebrauch (lt. Webinfos) kontinuierlich zugenommen, weil es offenbar gut UND billig ist.
Der andere genannte Aspekt (Lobby) gewinnt dagegen sehr an Wahrscheinlichkeit, wenn man bedenkt,
- daß der Verband der Zuckerindustrie historisch in D der älteste Lobbyverein ist
- daß in der EU mit Zucker ein Umsatzvolumen von jährl. ~ 10 Mrd., in D von immerhin 3 Mrd. verbunden ist
- daß der deutsche Zuckermarkt zu über 80% in den Händen von drei Monopolisten liegt
- daß deutscher Rübenzucker drei mal so teuer ist, wie auf dem Weltmarkt (Rohrzucker)
- daß mithin die Rübenindustrie eine massiv protegierte und subventionierte Branche ist...
Das ließe sich noch ein bissel fortsetzen - Fakt ist, es gibt starke Interessen, die die EU-Zulassung nicht wünschen.
Nach Schätzung eines Ernährungswissenschatlers (hab mal bissel geguggelt aber nicht alles behalten) wird die Zulassung in ca. 10 Jahren kommen. So lang wird fleißig abkassiert. Ein Schelm, wer böses dabei denkt .
Gruß
gottvater
PS. Ach noch kurz - ich hörte mal irgendwo vom Einsatz vollsynthet. Süßstoffe als Massthilfsmittel in der Viehzucht. Anders gesagt - die chem. Süßstoffe sind ebenso wenig vollkommen frei von negativen Aspekten, wie alles andere auf diesem Planeten
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This post was last modified: 21.02.2008 20:11 by gottvater.
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| 21.02.2008 20:09 |
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fleischidambach
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RE: Contradictions / Widersprüche
Dass Süssstoffe ein Hilfsmittel bei der Mast sind, bilde ich mir ein, habe ich auch gehört. Denke mal, dass es den Appetit der Tiere anregen könnte, weil Süsses einfach besser ankommt. Sagt aber nichts über die Schädlichkeit der Süssstoffe aus (wenn man es mit den Mengen nicht übertreibt, aber das muss man erst schaffen).
Wir benutzen in Europa Unmengen an Süssstoffen schon jetzt, Stevia wäre nur mehr zu denen ein Konkurrenzprodukt.
Ich darf das Thema nicht weiter googlen, da rege ich mich nur auf, welche unsinnigen Meldungen von angeblichen Doktoren (Doktor von was, frage ich mich da) und angeblichen Ernährungsexperten kommen, bei denen man sich fragt, ob die wirklich mit Literatur von der Universität in Kontakt gekommen sind.
Sind Japaner wirklich so viel sorgfältiger als wir? Wenn ich an das EU Programm REACH denke, dann sagt ein jahrelanger Gebrauch ja nichts darüber aus, dass man weiß, ob etwas unbedenklich ist oder nicht.
Tradiert werden viele Mittel in vielen Ländern benutzt. Deswegen würde ich mich auch nicht zum Baden in den Ganges legen .
Die Stevia-Pfalanze kommt außerdem ja aus Brasilien und Paraguay ursprünglich - das sind 2 der Länder mit den höchsten Flächen gentechnisch veränderter Pflanzen. Und da sind ja auch die meisten froh, dass die EU nicht einfach die Schranknen geöffnet hat dafür. Ich will ja auch nicht sagen, dass ich wüsste, dass der Stevia-Süssstoff toxisch, mutagen oder sonstwie schädigend wäre, aber es gibt keine verlässlichen Quellen dafür, die das auch widerlegen könnten, sondern nur den langjährigen Gebrauch von einigen Staaten. Und jetzt steht man als Nutzer, der sich gut informiert hat, unsicher da, weil man nicht weiß, auf was man sich verlassen soll mir gehts zumindest so
Man kann ewig pros und contras diskutieren, aber solange keine (nicht von einer Firma direkt bezahlten) Untersuchungen durchgeführt wurden, rechnet Ars Regendi mit Spekulationen herum.
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| 22.02.2008 12:39 |
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gottvater
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RE: Contradictions / Widersprüche
...Ich darf das Thema nicht weiter googlen, da rege ich mich nur auf, welche unsinnigen Meldungen von angeblichen Doktoren (Doktor von was, frage ich mich da) und angeblichen Ernährungsexperten kommen, bei denen man sich fragt, ob die wirklich mit Literatur von der Universität in Kontakt gekommen sind...
Nano - Wissenschaftsmagazin von 3-Sat kann man schon als relativ seriös einschätzen:
http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3...index.html
...Sind Japaner wirklich so viel sorgfältiger als wir?...
Nein - aber ganz sicher auch nicht dümmer 
...Man kann ewig pros und contras diskutieren, aber solange keine (nicht von einer Firma direkt bezahlten) Untersuchungen durchgeführt wurden, rechnet Ars Regendi mit Spekulationen herum.
Nun ja - das liegt nun mal im Charakter des Spiels, bzw. damit werden wir halt leben müssen. Aber ich glaube - dramatische Haushaltskonsequenzen wir die Zuckeraufgabe wohl nicht haben - oder hat Malone den Umsatzverlust der Zuckerindustrie vielleicht doch eingerechnet...
Gruß
gottvater
PS. Wenn ich die Googleergebnisse zu Aspartam (noch sehr verbreiteter Süßstoff - oder?) überfliege kriege ich beim Lesen der 4. Antwortalternative in der Süßwarenaufgabe sogleich Hautjucken und Haarausfall 
Das Fiese bei Süßstoffen ist übrigens für mich, daß sie über mittelbare Insulinaktivierung Hunger hervorrufen - das liebe Vieh frißt einfach mehr und wir Zweibeiner leider auch...
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| 23.02.2008 01:59 |
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