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"Lenin war ein kranker Paranoiker"
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Bulent Epikur
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Aphrodite
EPHESUS
Frenzy
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"Lenin war ein kranker Paranoiker"

http://www.misik.at/die-grossen-intervie...noiker.php

Ein spät geläuterter Kommunist (Politbüromitglied und KPdSU-Funktionär) plaudert aus dem Nähtäschchen:

"Lenin war ein kranker Paranoiker"

"...Ein Einschnitt war der XX. Parteitag der KPdSU. Nikita Chrustschow hat das Denkmal Stalin zertrümmert. Ich war erschüttert, zu hören, dass Stalin nicht der große Vater unseres Volkes war, sondern ein Mörder. Das war ein Schock."

"...Lenin hat das Land mit Gewalt und Terror überzogen. Geiselnahmen, Massenerschießungen - das hat alles er eingeführt. Stalin hat in seiner Laufbahn einen einzigen wahren Satz gesagt: "Ich bin nur ein treuer Schüler Lenins". Damit hatte er recht. "

"...Ich weiß nicht, ob er wahnsinnig war, aber ein Paranoiker war er ganz sicher. Ein gesunder Mensch kann gar nicht dauernd Befehle geben, die lauteten: "Sofort aufhängen"; "sofort erschießen". Bauern, die den Schnee nicht weggeräumt haben, ließ er hinrichten. Kann ein normaler Mensch solche Beschlüsse fassen?"

" ...Mit der Februarrevolution 1917 setzte sich die demokratische Freiheit durch. Aber Russland wusste mit der Freiheit wieder nichts anzufangen. Lenin nützte das aus. Russland hat seinen Putsch hingenommen und seinem Terrorregime sogar noch applaudiert.

http://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_N...h_Jakowlew
....Jakowlew gilt seitdem als Vordenker und Architekt der Perestroika (Umgestaltung) so genannten Liberalisierung der Sowjetunion.

Vom 6. März 1986 bis 1990 war er Sekretär des Zentralkomitees. Vom Januar bis zum Juni 1987 war er dann Kandidat des Politbüros der KPdSU um im gleichen Jahr in das höchste politische Gremium der UdSSR aufzusteigen, er wurde Vollmitglied im Politbüro der Kommunistischen Partei der Sowjetunion und zwar in der Zeit vom 26. Juni 1987 bis zum 14. Juli 1990.

Jakowlew trat nach dem Ende der Sowjetunion aus der Kommunistischen Partei aus.


Angesichts dieser Nacht voller Zeichen und Sterne wurde ich zum ersten Mal empfänglich für die zärtliche Gleichgültigkeit der Welt. (...by embracing the "gentle indifference of the world")
05.04.2008 15:32
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zec1
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RE: "Lenin war ein kranker Paranoiker"

solche worte aus dem munde eines führenden KP-aparatchiks...

sehr interessanter beitrag! Applaus

offensichtlich hatte sich die sowjetische rote burgeoisie schon 1986 längst entschlossen, zum kapitalismus überzugehen. dies würde auch die in den 80ern schon sinkende hilfe für kommunistische bewegungen in anderen ländern erklären.


symptomatisch finde ich zwei sätze:
"Mit der Februarrevolution 1917 setzte sich die demokratische Freiheit durch. "

nunja... mit dem damaligen wahlsystem verglichen... war südafrika in den 70ern die reinste volksdemokratie. allerdings hatte die damalige neue regierung ein paar andere wichtige demokratische merkmale: das mehrparteiensystem und treue bündnispolitik mit england und den usa. übrigens galt weder die demokratie noch die neue regierung in allen teilen des damaligen russlands. sie kontrollierte mehr oder weniger die hauptstädte und deswegen nannte mann sie regierung. die "freiheit" - also für teilweise hungernde leute welchen mann alles weggenommen hatte, aber die eigentumsrechte nicht nennenswert lockern wollte und auch den krieg nicht beenden wollte... freiheit war ein wort mit anderer bedeutung als nur zeitungen lesen zu dürfen oder delegierte wählen zu dürfen.


"Lenin hat das Land mit Gewalt und Terror überzogen. Geiselnahmen, Massenerschießungen - das hat alles er eingeführt."

mann kann ihm vorwerfen, das volk belogen und betrogen zu haben, als er eine andere politik versprach. mann kann ihm vorwerfen, daß er diese greueltaten nicht irgendwann abgeschafft hat. mann kann ihm vorwerfen, diese greueltaten gegen das volk statt nur gegen die feinde des volkes eingesetzt zu haben. mann kann ihm vorwerfen, die polizei und das geld nicht vollständig abgeschafft zu haben, als er die gelegenheit hatte. mann kann ihm vorwerfen die volkstreue opposition (damit meine ich andere kommunisten, anarchisten, sozialisten, usw.) angegriffen zu haben und sie paranoid verfolgt zu haben, statt mit ihnen zum wohle des volkes zusammenzuarbeiten. mann kann ihm vorwerfen, ein absoluterer despot wie der kaiser gewesen zu sein und so manche institutionen mitsamt dem personal des alten regimes übernommen zu haben. aber ihm vorzuwerfen, er hätte die greueltaten eingeführt - sowas kam immer nur aus den sprechröhren der "antikommunisten".

die meisten greueltaten seiner zeit wurden gegen vermeintliche anhänger und sympathisanten der revolution durchgeführt. massenabschlachtungen von protestierenden bauern und arbeitern durch die dem kaiser (oder irgendwelchen parteien) treuen kosaken waren in manchen gegenden schon vor 1917 üblich - und im bürgerkrieg erst recht. das maschinengewehrfeuer, die artillerie- und kavallerieattacken gegen friedliche versammlungen in unzähligen städten schon vor dem bürgerkrieg sollte mann auch nicht vergessen. somit entstand langsam eine bereitschaft im volk, ähnliche greueltaten auch zu begehen, um die volksfeinde zu schlagen. gegen wen lenins gruppierung alles greueltaten eingesetzt hat ist natürlich eine andere geschichte. das wort "eingeführt" wäre jedenfalls nur einem anhänger der monarchistischen oder der kapitalistischen kriegspropaganda eingefallen - also jemandem der sich zu einer der vielen parteien in diesem vergangenen krieg öffentlich bekennen will.

05.04.2008 19:35
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